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Bassano zum Jahreswechsel

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Der Wetterbericht zum Jahreswechsel war für das Allgäu mal wieder mehr als enttäuschend, aber zum Glück gab es immerhin der Südalpenbereich als zumindest fliegbare Alternative.. also, den Bus bepackt und ab nach Bassano!

Dort erwartet uns tagsüber strahlendes Wetter, auch wenn die Nächte bitter kalt waren, zum Glück hat der Lammbulli eine Standheizung, ansonsten hätten wir die Kälte wohl nicht so gut überstanden. Thermisch wurde leider auch in den Südalpen nicht viel geboten, aber immerhin konnte ich fliegen und habe darüber hinaus so viele Freunde wiedergetroffen (war ich wohl nicht alleine mit meiner Idee).

Dieser Flugausflug hatte für mich auch etwas ganz besonderes in Petto, nämlich meine ersten Flüge mit einem Zweileiner. Ozone war so freundlich mir einen Zeolite GT Tester zu schicken, der lag jetzt schon mehrere Wochen daheim bei Schlechtwetter rum und so hab ich mich jetzt richtig gefreut, die Kiste mal in die Luft bringen zu können. Tobias, der ja schon ein paar Jahre Zweileiner fliegt, hat mir schon im Vorfeld prophezeit, dass ich anschließend meinen M7 wieder verkaufen würde.. aber der Reihe nach.. 🙂

Die Startbedingungen für meinen ersten Start mit einem Zweileiner waren ganz ordentlich, ein paar Km/h von vorne und schon steigt der Zeolite wie von selbst, das war ja schon mal einfach. Mein erster Flug war noch ganz schön angespannt.. jedes Ruckeln und Zuckeln hat mich ein bisschen irritiert, aber passiert ist natürlich nichts.

Mein zweiter Start am Tapetti erfolgte bei Nullwind, diesmal hab ich den Zeolite vorwärts aufgezogen, was der Schirm auch anstandslos mitgemacht hat. Den zweiten Flug konnte ich auch schon deutlich mehr genießen und auch mit der wunderbar funktionierenden B-Leinen Steuerung konnte ich mich weiter anfreunden.

Am zweiten Tag haben wir vormittags erst einmal einen frühlingshaften Ausflug nach Bassano del Grappa gemacht, am Nachmittag dann ein weiterer Flug von der Cassette, wunderschön.

Am Silvestertag bin ich vormittags ins nächstbeste Shuttle gestiegen, alle sprachen nur italienisch, aber ich dachte, die wissen schon was sie tun.. ich war etwas erstaunt, als es dann am Startplatz Antenne vorbei Richtung Panettone ging. Da die normale Zufahrtsstraße wegen Schnee gesperrt war, mussten wir ein paar Höhenmeter zu Fuß über zum Teil blankeisige Wege zum Startplatz absteigen, das alleine war schon ein Abenteuer. Wie befürchtet kam der Wind aus Nord, also von hinten. Aber dafür konnte man die Wartezeit bei Sonnenschein und zweistelligen Temperaturen und einer bombastischen Aussicht sogar genießen. Schließlich drehte der Wind zunehmend auf Nordwest, so dass wir alle über den Kessel rausstarten konnten.

Thermisch war in diesen Tagen nichts los, aber das Potential des Zeolite GT hat sich auch bei Abgleitern deutlich gezeigt, solche Gleitzahlen hab ich auch mit dem M7 noch nicht gesehen. Das war mein erster Ausflug in die Zweileinerwelt, aber bestimmt nicht der letzte!

Allen Lesern ein frohes, glückliches und gesundes 2022!

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