Runterflieger

Gleitschirm Blog

26.01.17 Breitenberg

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Heute bin ich mit Dirk am Breitenberg verabredet, die Sonne strahlt, alleine die Windrichtung weckt in mir ein leichtes Unbehagen. Auf dem Weg zur Talstation sehe ich eigentlich nur Südwind, na das kann ja noch lustig werden!

Wir fahren erstmal hoch um uns die Startbedingungen am Brandplatz genauer anzuschauen. Zwei Piloten versuchen sich bereits über den Falkenstein, finden aber nichts, selbst der Nova Phantom dümpelt vor sich hin.

Die Windverhältnisse sind so lala, eigentlich mehr seitlich von hinten. Ich quatsche mich erstmal fest, als der Wind endlich besser zu werden scheint, mache ich mich startklar. Beim ersten Versuch scheitere ich an dem kleinen Bandel das mich mit dem Beinsach verbindet, damit kann ich einfach keine richtig großen Schritte machen. Der zweite Versuch endet im Tiefschnee, der dritte Versuch scheitert ebenfalls..

Mittlerweile bin ich psychisch und körperlich erschöpft.. während sich alle anderen raushauen, zweifele ich inzwischen an meiner Fähigkeit unter solchen Bedingungen starten zu können. Ich wage noch einen letzten Versuch. Ich denke schon, jetzt bin ich raus, als mich nochmal eine Böe von hinten runterdrückt, ich habe Bodenberührung im Tiefschnee und fliege mit dem Kopf voraus mitten auf den planierten, eisharten Skiweg. Bämm! Das hat weh getan! Mein Schädel brummt, mein Ego ist angeknackst und die Knochen tun mir weh!

Ich packe den Schirm zusammen und trage mein Packerl runter zur Bergstation. Was für ein Misttag! Unten trinken Herrmann, Michael, Dirk und ich noch einen Kaffee im Bistro, damit bessert sich meine Laune ein wenig. Woran hat’s gelegen..?

– Flacher Startplatz
– Schnee, Tiefschnee
– Wind von hinten / von der Seite (nix von vorne)
– Schirm wochenlang im Kompressionssack gelagert (Stäbchen verbogen)

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