Runterflieger

Gleitschirm Blog

12.06.2015 Andelsbuch

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Heute haben wir uns (das Flugverbot umgehend) einen Ausflug in den Bregenzer Wald verordnet. Stefan und Uli kommen zum gemeinsamen Frühstück und anschließend machen wir uns auf den laaangen Weg nach Andelsbuch. Als wir uns dem Fluggebiet nähern werde ich ein bisschen nervös, kein Flieger weit und breit am Himmel. In Andelsbuch angekommen erfahren wir an der Liftstation, dass am Start der Südwind angeblich mit 30km/h kachelt. Ich bin deprimiert, die angeblichen 8 Hektopascal Druckunterschied hab ich so in meinem Wetterbericht nicht gesehen. Nachdem wir einige Zeit recht ratlos rumstanden, haben wir uns dann doch entschieden hoch zu fahren, zumindest mal den beiden Jungs den Startplatz zeigen da sie hier noch nicht geflogen sind. Oben angekommen zeigt sich, dass der Südwind schon deutlich nachgelassen hat, andere Piloten gesellen sich zu uns und die Hoffnung steigt dass mit der Zeit doch noch was geht. Nach unserer Mittagspause auf der netten Hütte am Startplatz, beobachten wir wie die ersten Wagemutigen radikal runtergespült werden. Wir warten noch ein Stündchen und als dann die ersten in recht ruhiger Luft aufdrehen, hauen wir uns auch raus. Es wird ein schöner ruhiger Flug, allerdings schon wieder recht abgeschattet, so dass wir alle nach einer halben Stunde einlanden müssen. Ich verschätze mich etwas mit dem Wind und mein Ion trägt mich bis knapp 10 Meter vor die Seilbahn.. huch! Grad nochmal gut gegangen. Wir fahren nochmal hoch und starten gleich wieder.

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Was für ein wunderschöner Flug, die Thermik ist ruhig und zuverlässig, es ist warm und wir fliegen nach Herzenslust das Fluggebiet in alle Richtungen ab. Nach einer Dreiviertelstunde wird mir und den meisten anderen allerdings das Wetter im Osten zu „heiß“ offensichtlich geht dort ein heftiger Regenguss runter, vielleicht sogar ein kleines Gewitter, ich lasse den Ion spiralen und lande diesmal mit der nötigen Respektentfernung zur Seilbahn. Uli ist schon gelandet, einzig Stefan klebt noch ganz oben im Himmel.

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Irgendwann wundert er sich dann schon, warum er der einzige Flieger in der Luft ist und kommt dann auch runter, mit einem Grinsen von Ohr zu Ohr. Glücklich und k.o. machen wir uns auf den langen Heimweg.

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