Runterflieger

19.04.18 Tegelberg

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Nach einer weiteren echt miesen Nacht bin ich so einigermaßen halbwegs fit als ich mittags zum Tegelberg fahre.. blöde, blöde Erkältung! Ein paar bekannte Gesichter sind am Start, Gerald, Alfons, Bruno, Flo, Robert, die Tandemjungs, Heiko, Dirk.. Walter und Wastl sind schon in der Luft und zeigen, dass es zwar etwas zäh ist, aber durchaus trägt.

Entsprechend zügig packe ich dann auch mein Zeug aus und hänge mich ein.

Der Wind dreht immer mal von Nord auf Ost, aber ich muss nicht lange auf eine gute Phase warten und komme gut raus. Die erste Thermik steht auch wie so oft am Rohrkopf und bringt mich über Gipfelhöhe. Robert startet kurz nach mir und macht ein paar schöne Bilder.

Die Bedingungen sind ein wenig sportlich, ich merke gleich, dass mir heute der nötige Punch fehlt. Bei meinem ersten Ausflug zum Schönleitenschrofen tut sich thermisch gar nichts, also zurück zum Hausbart, wieder Höhe gemacht und mit knapp 2000 ab gegen den Ostwind Richtung Buching.

Über dem Buchenberg scheint es ganz gut zu gehen, einige haben mehrere hundert Meter überhöht. Lustigerweise schaltet irgendjemand die Thermik aus als ich ankomme, plötzlich fliegen alle zum Landen. Über Buching kämpft noch ein Delta3 gemeinsam mit einem Crossalps in niedriger Höhe. Die beiden fliegen schließlich ab in Richtung Landefeld, ich fürchte schon, mich mit dranhängen zu müssen, als mein Vario dann doch noch mal anfängt zu piepsen. Mit schönen 3m/sec trägt es mich auf 1400, das wird mit dem Wind sicher reichen um zurück zum Tegelberg zu fliegen.

1400 reicht locker, ich komme sogar noch etwas höher an der Hornburg an. Ich finde einen weiteren Bart der zügig rauf geht, aber ich hab jetzt eigentlich genug. Mein Kreislauf signalisiert Müdigkeit, meine Ohren knacken bei jeder Höhenänderung. Ich fliege raus Richtung Forggensee (oder was derzeit noch davon übrig ist) und kassiere aus dem Nichts heraus fast einen Klapper links. Meine Reaktion ist grade noch schnell genug dass nur das Öhrchen ein bisschen winkt. Immer schön aufmerksam bleiben. Mit 1200 kehre ich um und versuche, in der Position Höhe abzubauen.. Mist, überall geht’s nur rauf. Ich versuche Sinken zu zentrieren und werde immer wieder ins Steigen geschoben. Schließlich hab ich es doch auf Landevoltehöhe geschafft, der Wind kommt zügig aus Nord. Im Endanflug weiter Steigen, ich achtere und spüre, dass ich wieder einen Entlaster links habe. In Bodennähe macht das nicht so richtig Spaß. Mit 5m Höhe überfliege ich die kleine Skilifthütte im Landefeld und mein Vario piepst lustig weiter.. es hilft nichts, bei solchen Bedingungen kann ich den Schirm auch nicht runterquälen, also Bremsen auf und mit Geduld gewartet, bis der Alpina mich schließlich absetzt. Zum Glück ist das eine wirklich große Landewiese!

So Leute.. drückt mir mal die Daumen dass ich heute Nacht mal ein paar Stunden Schlaf am Stück kriege. Morgen soll’s nochmal schön zum Fliegen werden, dann kann ich hoffentlich wieder richtig angreifen!

Ein Kommentar

  1. Habe meinen Flug wegen zunehmender “Bockigkeit” auch nach knapp 2,5 h airtime abgebrochen, freue mich auf morgen am Tegel und wünsche Dir “Gute Besserung”.

    LG Walter

    PS: Sehr treffende Korrektur bzgl. des “angst- bzw. hirnlosen” Fliegers vom Buchenberg letzte Woche, der möglicherweise bei den Bedingungen sogar eine “braune Unterhose” hatte…

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