28.05.2016 Buchenberg

Für den Nachmittag sind Gewitter vorhergesagt, eigentlich wär das das Signal für einen frühen Aufbruch gewesen, aber das Frühstück auf dem Balkon im Sonnenschein ist so gemütlich dass wir erst gegen 12:00 Uhr los kommen. Am Tegel haben sich schon mächtige Cumuli aufgebaut, wir fahren weiter zum Buch wo ich Stefan und Michael treffe. Der Wind am Flachstart steht gar nicht an, drei Piloten haben ausgelegt, aber keiner startet. Schließlich packen alle drei wieder zusammen und wir sehen wie es über dem Forggensee bereits heftig regnet.

Wir ziehen uns erstmal unter’s Hüttendach zurück und trinken einen Kaffee. Ein Skywalk (Poison?) ist in der Luft und wird von dem kräftigen Wasserguss erwischt, naja, hat er ja kommen sehen können, kann man nur hoffen das nichts passiert.

Als der Regen vorbei ist, entschließe ich mich meinen Rucksack mit der Bahn runter zu schicken und zu Fuß mit meiner Liebsten abzusteigen. Da sowieso nicht mehr als ein Abgleiter drin wäre, mag ich meine Ausrüstung nicht noch durchnässt einpacken müssen. Während wir absteigen kommt die Sonne wieder raus und beschert uns noch einen wunderbaren flugfreien Nachmittag.

Veröffentlicht unter Ohne Flug | Hinterlasse einen Kommentar

27.05.2016 Tegelberg

Gegen ein Uhr bin ich am Tegelberg, das Wetter ist sehr labil, zum Teil bauen die Wolken jetzt schon ganz schön auf. Dazu kommt ein böiger Wind aus Ost-Nord-Ost. Wahrscheinlich wäre ein Start über die Ost-Rampe cleverer gewesen, insbesondere nachdem ich schon gesehen habe, wie eine Pilotin vor mir beim Start fast in die Drachenrampe gerauscht ist. Meine Überheblichkeit lässt mich trotzdem am Nord-Startplatz auslegen. Der Schirm kommt auch schön grade hoch, doch als ich loslaufe kommt eine heftige Böe aus Ost und fegt mich direkt in Richtung Rampe. Ich denke noch.. das wird jetzt wehtun.. da schlage ich auch schon mit dem linken Oberschenkel ein.. ziemlich heftig. Wie durch ein Wunder ist bis auf einen blauen Fleck nix passiert.. das verbuche ich mal unter “Schwein gehabt!!”.

Der Flug hingegen ist gemütlich. So richtig Lust auf Strecke habe ich nicht.. ohne richtiges Instrument fliegen ist irgendwie doof.. über Höhe, Fahrt über Grund und Steigwerte kann nur spekuliert werden. Nach einer Stunde Spazierenfliegen reicht es mir für heute.

Am Abend baut sich direkt über dem Tegel eine Monsterwolke auf – so beeindruckend, dass ich inzwischen schon Fotos von 4 verschiedenen Winkeln in den verschiedenen Social Media Foren gefunden habe. Ich habe dieses hier aufgenommen:

13325637_10154318492479410_485958598042981254_n-2

Direkt unter der Wolke wurde lustig weitergeflogen.. muss gegangen sein wie SAU! Na.. der Pilot trifft die Startentscheidung.. aber ich hab einfach viel zu viel Respekt vor diesen Monstern!

Veröffentlicht unter Hausbergfliegen | Hinterlasse einen Kommentar

26.05.2016 Tegelberg / Buchenberg

Um 9:00 treffe ich mich zur ersten Bahn mit Julian, der mit mir gemeinsam einen Tandem-Akro-Flug machen möchte. Ich bin ganz schön aufgeregt, zum einen bin ich noch nie Tandem geflogen, zum anderen hoffe ich sehr, dass Julian uns nach Wingovern, Steilspirale und SAT heil wieder zum Boden bringt. Es ist bereits superwarm und schon so früh treffe ich auf viele bekannte Gesichter. Julian montiert mir ein zweites Paar Bremsgriffe in die Steuerspinne so dass ich eventuell auch steuern kann. Der Wind kommt immer noch leicht aus Süd, trotzdem wagen wir einen Start. Ich setz mich einen Tick zu früh hin.. gar nicht so einfach so ein Tandemstart.

Über den Westgrat fliegen wir auf die Südseite die aktuell ja noch im Luv ist. Leider gibt die thermisch noch nicht viel her und so fliegen wir dann doch raus Richtung Landeplatz. Just als Julian die Steilspirale einleiten will, ruckt es in den Bremsen.. was war das? Die Akro-Geschichte ist damit leider hinfällig, wir machen einen ruhigen Flug und landen. Die Leinen der zusätzlich montierten Steuergriffe sind irgendwie durchgerutscht und haben drei Bremsgalerieleinen so beschädigt dass sie getauscht werden müssen. Tut mir total Leid für Julian, dessen Tandemtag damit gestorben ist. Hoffentlich können wir unsere Akro Session nochmal nachholen.

Für den Rest des Tages ist eine Hike&Fly Tour mit der Familie geplant. Da wir für den geplanten Spießer etwas spät dran sind, fahren wir zum unteren Parkplatz der Drehhütte und laufen von dort aus auf den Jagdberg. Es ist verdammt heiß und ziemlich mühselig mit dem Schirm auf den Schultern in der prallen Sonne den Berg hinauf zu steigen.

IMG_2592

Nach fast 500 Höhenmetern im Aufstieg, folgt noch ein einstündiger Marsch hinüber zur Buchenbergalm. Insgesamt mehr als 8km.. als ich endlich am Buchenberg ankomme, bin ich völlig platt! Eine Buttermilch später ist eigentlich der Plan, mit dem Schirm zurück zum Parkplatz zu fliegen. Leider bin ich eine halbe Stunde zu spät dran, der Wind hat auf Süd gedreht und ich kann keinen einzigen Meter mehr aufdrehen. Also lande ich am Buch, packe zusammen und werde von einem freundlichen Fliegerkollegen mit dem Auto zurück an meinen Ausgangsort gefahren, vielen Dank dafür!

Veröffentlicht unter Abgleiter, Hausbergfliegen, Hike & Fly | Hinterlasse einen Kommentar

25.05.2016 Neunerköpfle / Tegelberg

Nach zwei Tagen Dauerregen ist für den heutigen Tag bestes Flugwetter vorhergesagt. Stefan hat auch Zeit und so fahren wir beide ins Tannheimer Tal ans Neunerköpfle. Die Stimmung ist bestens, allein der Startplatz ist grauenhaft. Der schmelzende Schnee sorgt für ständigen Wassernachschub von oben und hat den kompletten Platz aufgeweicht. Das Plastiknetz ist fast komplett entfernt worden, einen neuen Überzug gibt es (hoffentlich noch) nicht. Der Startbereich müsste einmal umgepflügt und planiert werden, idealerweise dann Matten oder am besten ein Teppich. So legen die Piloten nicht da aus wo es idealerweise zum Wind passt, sondern da, wo ihr Schirm eben nicht komplett in einer Schlammpfütze liegt. Schön ist das alles nicht.

IMG_2586

Ich versuche auch im Trockenen auszulegen, dort liegen allerdings Felsbrocken die meine Leinen und meinen Schirm festhalten möchten. Dauert eine Weile bis alles startklar ist. Mein Start ist lausig, als ich aus dem Windschatten der Flanke laufe, ergreift mich der böige Südwind.. naja, irgendwie komm ich trotzdem weg. Da mein Oudie4 noch in Reparatur ist, begnüge ich mich mit meinem Solario, so richtig warm werde ich mit der Intonation allerdings nicht. Thermisch geht’s ganz gut und auch wenn Stefan hinterher meint es wäre ganz schön bockig gewesen, muss ich sagen, dass ich es eher entspannend fand nach letzter Woche in Greifenburg. Ich fliege über den Start weiter in Richtung Süd und meine, dass es da über dem Grat ganz gut gehen müsste.. schließlich muss da auch der Südwind über den Grat..Pustekuchen, nix ist da.. Nun denn, wieder zurück zur Skipiste und wieder aufgedreht. Dann sehe ich eine schöne Wolke in Richtung Einstein, die gibt tatsächlich ein bisschen was ab, aber als ich dann voller Hoffnung an den Einstein fliege, finde ich nur Saufen. Ich versteh das nicht.. Südwind, voll angegleiste, felsige Südseite und nix! Möglicherweise ist die Kante aber auch vom überregionalen Nordwind überspült und ich fliege im Lee.. nun, für mich heißt das erstmal Landen.

Ich fahre nochmal rauf und sehe, dass alle Flugschüler für heute einpacken. Der Wind hat deutlich aufgefrischt und kommt zum Teil in heftigen Böen durchgepfiffen. Ich beobachte einen Piloten der rückwärts versucht aufzuziehen, was ihm nicht gelingt weil er einen riesigen Verhänger in der C-Ebene hat. Ich rufe ihm zu, dass er einen Knoten hat. Er findet ihn nicht, erst als ich zu ihm runterkomme und ihm die Stelle zeige sieht er es auch.. da hat sich mehr als ein Meter Leine verknotet, und der wäre beim Flug auch nicht aufgegangen. Grad nochmal gut gegangen.

Stefan erreicht mich über Funk und sagt dass er im Landeanflug ist. Ich entscheide mich, mit der Bahn wieder runterzufahren. Als ich ankomme packt er schon zusammen, voll glücklich mit den neuen Minipackmaß seines Mentor 3 light. Wir beobachten einen Ion2 der darum kämpft über die Bundesstraße zu kommen. Es wirft ihn ganz schön hin und her und bisweilen wird er auch wieder rückwärts getrieben. Auch wenn’s turbulent ist, hier hilft eigentlich nur Beschleunigereinsatz. Das macht er aber nicht und so spült es ihn fast senkrecht runter. Ich zittere mit ihm und freue mich, als er dann doch noch, wenn auch sehr knapp, über die Bundesstraße kommt.

IMG_2588

Es ist noch recht früh am Tag und nach einem Check der Windwerte, entscheiden wir uns, noch einen Flug am Tegel zu machen. Dort treffen wir mal wieder die gesamte Fluggemeinde, alles sehr chillig. Martin hat seinen Mescal verkauft und fliegt nun eine Chili, er ist komplett begeistert. Ich komme gut raus und bin kurze Zeit später über Gipfelkreuzhöhe. Die Thermik ist wunderbar zuverlässig und soft, so liebe ich das.

IMG_1540

Ich fliege ein paar mal zum Schönleitenschrofen und zurück, bis die Finger langsam kalt werden. Ich fliege raus, lasse die Steuerleinen los und genieße den Moment. Als ich wieder Richtung Landeplatz fliege, kommt Stefan mit seinem neuen Mentor vollbeschleunigt unter mir durchgeschossen.. was für eine Rakete!

IMG_1544

Schöne Landung, nette Gespräche am Landeplatz und ein perfekter Flugtag geht vorbei. Keine Rekorde, kein Streckenflug, einfach nur in der Luft sein und Spaß haben.

IMG_2587

Und danke an Julian der am Startplatz meinen Helm, Handschuhe und drei Jacken einsammelt die ich da hab liegen lassen!

Veröffentlicht unter Hausbergfliegen | Hinterlasse einen Kommentar

22.05.2016 Greifenburg (NCC)

Der letzte Tag der NCC in Greifenburg empfängt uns schon wieder mit strahlendem Sonnenschein. Wir fahren mit dem 9 Uhr Bus hoch zum zweiten Startplatz und lauschen dem Wetterbriefing. Die Thermik hat noch nicht wirklich eingesetzt, der Wind ist trotzdem bereits recht frisch und soll im Laufe des Tages noch deutlich zunehmen. Die gesetzte Aufgabe ist recht klein, schon mache ich mir Hoffnung heute mal “Goal” zu machen. Marc Wensauer startet raus und prüft die aktuelle Lage, thermisch noch überaus zäh, dafür aber ganz schön bockig. Mir gefällt das überhaupt nicht.

IMG_2578

Die Aufgabe wird nochmals verkürzt, schließlich wird ein kompletter Wendepunkt gestrichen, trotzdem ist noch nicht klar ob das Rennen nicht doch noch abgebrochen werden muss. Aus dem “Race” wird ein “Elapsed Time” und für mich ist es angesichts dessen, was ich bei den bereits gestarteten Piloten sehen kann klar, dass ich heute kein Rennen fliegen werde. Ich gebe mein Oudie mit dem zerstörten Display bei Primoz Susa ab (danke für’s zur Reparatur bringen), streiche mich von der Sign-In-Liste und laufe zum unteren Startplatz runter. Während ich mich startklar mache, beobachte ich einen Prion3 der sich fast in den Boden montiert.. einen Prion3 muss man auch erstmal abreißen!

IMG_2574

Ich komme wunderbar raus und fliege ohne Vario einfach nur gemütlich raus ins Tal, genieße die Landschaft und lande gemütlich auf dem riesengroßen, perfekt gepflegten Landeplatz, packe zusammen und mache mich glücklich und zufrieden auf den Heimweg.

Veröffentlicht unter Abgleiter | Hinterlasse einen Kommentar

21.05.2016 Greifenburg (NCC)

Für heute ist ein flugtechnischer “Hammertag” vorhergesagt, also ein Tag mit sehr starker Thermik, hoher Basis und sehr großem Streckenflugpotential. Zunächst hatte ich noch die Hoffnung es würde das Mölltaldreieck ausgeschrieben, das bin ich ja schon einmal mehr als die Hälfte lang geflogen, aber leider kommt es anders. Die heutige Aufgabe führt ab der Emberger Alm bis zum Weißensee, dann zum Kärntner Tor, zurück zum Goldeck, dann nördlich der Emberger Alm, nochmal zum Kärntner Tor und schließlich ins Ziel, insgesamt rund 100km.

IMG_2575

Der Tag begann für mich ziemlich schlecht, beim Öffnen des Startwindows getrödelt und dann noch einen kapitalen Fehlstart bei dem ich mir neben meinem Fliegerstolz noch das Display meines Oudies angekratzt habe. Bis ich dann endlich gestartet bin, war der Startzylinder längst offen und alle weit vor mir unterwegs. Ich hab sofort Höhe gemacht, bin von der Emberger Alm zum Gaugen (warum ich nicht gleich gequert bin weiß ich ehrlich gesagt auch nicht) wo ich in einer heftigen Thermik bis an die Basis gebeamt wurde. Unter der Wolke hat sich mein überladener Swift4 S in meinen allerersten Frontklappper überhaupt zerlegt, nur um sich direkt und höchst dynamisch wieder zu entfalten.. Bämm! Mit Herzklopfen zum Weißensee, dort den ersten Wendepunkt genommen und wieder zurück zum Gaugen. Die Thermiken standen heute wirklich überall, aber sowas von heftig und unangekündigt dass mir mein Schirm nur so um die Ohren geflogen ist. Nachdem mir drei-,vier-,fünfmal der halbe Schirm eingeklappt ist, hatte ich die Nase voll. Durch die folgenden Thermiken bin ich einfach nur noch durchgeflogen, hab den 2. Wendepunkt am Kärtner Tor genommen und bin dann gemütlich im Tal gelandet. Gibt es eigentlich ein goldenes Gesetz dass immer wenn ich auf einer gemähten Wiese lande allerspätestens nach zwei Minuten der Bauer mit dem Heuwender auftaucht?!

Der Landeplatz war gut gewählt, direkt an der Straße an einer Bushaltestelle und so musste ich auch nicht lange auf eine Mitfahrgelegenheit warten. Mein sehr netter Fahrer war mir zunächst etwas unheimlich mit seinen 1,90m, 150kg und über und über tätowiert, leider sprach er nur ungarisch und italienisch.. deswegen war unser Gespräch etwas eintönig, dafür hat er mich aber bis direkt zu meinem Auto gefahren, lieben Dank dafür!

IMG_2577

Respekt an alle, die heute diesen Task zuende oder auch fast zuende geflogen sind. Das heutige Briefing war nochmals sehr aufschlussreich, insbesondere durch die verschiedenen Varianten die möglich gewesen waren und auch geflogen wurden. Ich verbuche diesen Tag unter “know your limits” und freu mich schon auf mein nächstes Sicherheitstraining wo ich das “mich zerlegen” nochmal über Wasser üben kann.

Veröffentlicht unter Wettkampf | Hinterlasse einen Kommentar

20.05.2016 Greifenburg (NCC)

Heute soll dann auch für mich die NCC in Greifenburg losgehen. Leider ist die Luft durch den gestrigen Regen noch recht feucht, dazu gibt es eine Nordföhntendenz die für viel Wind sorgt. Wir treffen uns gegen 10 Uhr und fahren erst einmal mit dem Bus auf die Emberger Alm. Zum Glück gibt es hier zumindest ein kleines gastronomisches Angebot mithilfe dessen wir die nächsten Stunden des Parawaitings überbrücken können. Immer wieder wird der ausgeschriebene Task aktualisiert, für uns Teilnehmer reichlich Gelegenheit die Eingabe in unsere Fluginstrumente zu üben.

IMG_2570

Marc Wensauer unternimmt einen Testflug, woraufhin der Task erst einmal gecancelt wird. Wieder warten wir, doch dann scheint es, als würde am Nachmittag das Wetter doch noch besser werden. Als die ersten Piloten startklar sind, fängt es doch wieder an zu regnen, schnell versuchen alle, ihr Material ins Trockene zu bringen.

IMG_2572

Endlich endlich scheint es dann doch loszugehen. Die Sonne lugt durch die Wolken und der Wind hat deutlich nachgelassen. Die ersten die starten finden gleich eine Bombenthermik und kleben unter der Wolke. Da wir heute ein “Elapsed Time Race” fliegen, entscheidet jeder Pilot für sich selbst wann sein Rennen los geht. Letzter Landezeitpunkt ist für 17:00 Uhr ausgeschrieben.

Ich hole meinen funkelnagelneuen Swift4 S aus dem Sack und mache mich ebenfalls fertig. Nachdem auch die Piloten vor mir endlich in der Luft sind, starte ich problemlos und finde mich gleich mal 100m unter Start. Dort eiere ich mit einem guten Dutzend Mitbewerbern auf der Suche nach wenigstens ein bisschen Aufwind. Endlich finde ich eine Thermik die mich wirklich in die Höhe bringt. Ein paar Minuten später verlasse ich den Startzylinder auf dem Weg in Richtung erstem Wendepunkt, dem Gaugen. Diesen nehme ich problemlos und drehe wieder um zurück zu der schönen Thermik von vorhin. Dort ist leider alles großflächig abgeschattet, einige Schirme drehen mit mir in einem gräßlichen Nullschieber. Ich entscheide mich (großer Fehler) einem anderen Piloten hinterher zu fliegen, der draußen unter einer großen Wolke sein Glück versuchen will. Dort ist natürlich gar nichts und als ich wieder an der Kante bin habe ich nochmal gut 150m verbratzelt. Ich entscheide mich den Talsprung zu nehmen und auf den zwar tiefer gelegenen, aber sonnenbeschienenen Wiesen mein Glück zu versuchen. Leider finde ich dort auch nichts brauchbares, also denke ich mir, es ist das Beste einfach zum zweiten Wendepunkt weiterzufliegen bevor ich noch mehr Höhe zerstöre. Es ist frustrierend, ich komme an den zweiten Wendepunkt nicht mehr ran, weil ich ein paar blöde Meter zu tief ankomme, ich müsste noch ungefähr 30m weiter links fliegen um den Radius zu nehmen, aber da ist leider schon das Gelände.. total vergeigt! Frustriert drehe ich ab und dann ist auch schon klar, dass ich mit der Höhe den Landeplatz unmöglich erreichen kann. Also, soweit wie möglich zurück, dann eine schöne Außenlandewiese suchen und herausfinden, von wo der Wind kommt. Anscheinend weht überhaupt kein Wind da unten, also einfach einlanden wie ich will, auch gut.

IMG_2573

Schnell zusammenpacken und zur Straße weiterlaufen und den Daumen raushalten. Schon sehe ich den nächsten Piloten, der auf “meiner” Wiese landet, und noch weiter draußen einen, der nicht mal bis dahin kommt. Ich habe Glück und zwei Österrreichische Rentner sammeln mich ein und bringen mich direkt wieder ins Fliegercamp, vielen Dank dafür!!

9 von 45 haben den Task vollständig beendet, ich lande auf Platz 26.. mit ein bisschen mehr Geduld und Ausdauer wäre mehr drin gewesen!

 

Veröffentlicht unter Wettkampf | Hinterlasse einen Kommentar

19.05.2016 Greifenburg (NCC)

Nachdem ich am gestrigen ersten Wettbewerbstag der Newcomer Challenge in Greifenburg nicht teilnehmen konnte, ist heute früh schon beim Briefing klar dass der zweite Wettbewerbstag einer Kaltfront zum Opfer fallen würde.

Stattdessen haben die Organisatoren für uns ein schönes Alternativprogramm vorbereitet. Stephan Gruber, Österreichischer Weltklassepilot und X-Alps-Teilnehmer hält einen mehr als spannenden Vortrag zu seinen X-Alps 2015, Marc Wensauer klärt uns über das Dickicht der Punktevergabe pro Rennen auf und schlussendlich spricht Ferdinand Vogel noch über mögliche Wettbewerbskarrieren und Fluginstrumente im Wettbewerbsflug.

IMG_2565

Ein sehr interessanter Nachmittag, aber für morgen lieber Petrus, wünschen wir uns besseres Wetter!

Veröffentlicht unter Ohne Flug | Hinterlasse einen Kommentar

13.05.2016 Neuer Flügel und endlich der Iota Testbericht

In der vorletzten Woche wäre sehr thermisches, aber durch starken Wind auch sehr anspruchsvolles Flugwetter in den Alpen gewesen. Ich hab mir die Frage ob das fliegbar ist gar nicht stellen müssen, sondern habe aus dem Heimaturlaub im Rheinland aus der Distanz das Ganze beobachtet. Traurig wie viele Unfall-Meldungen da jeden Tag in den Zeitungen standen.

Seit Mitte dieser Woche bin ich zurück, allerdings durchlebt das Allgäu grad eine sehr lange Schlechtwetterperiode die wohl auch noch einige Zeit anhalten wird. Idealer Zeitpunkt um.. mal wieder einen neuen Schirm zu kaufen! Nein, ich bin immer noch superzufrieden mit dem Swift4, aber seitdem ich ihn gekauft habe, ist noch mehr Gewicht auf der Strecke geblieben so dass ich jetzt mit einem S besser unterwegs wäre. Da kam ein schönes Angebot und schon ist der Schirm auf dem Postweg zu mir! Wenn jemand Interesse an einem unglaublich tollen Ozone Swift4 MS hat.. immer her mit den Anfragen!

Und noch ein Gutes hat das schlechte Wetter, ich hab endlich meinen kleinen Testbericht zum Advance Iota 26 geschrieben. Sonst hätte ich fast noch vergessen wie sich der so geflogen hat!

Veröffentlicht unter Ohne Flug | Hinterlasse einen Kommentar

29.04.2016 Tegelberg

Die schlechte Nachricht des Tages, der Staufen-Cup in Andelsbuch der an diesem Wochenende stattfinden sollte, wurde wegen schlechter Wettervorhersage abgesagt. Dafür sind für heute perfekte Bedingungen vorhergesagt. Endlich scheint auch mal wieder die Sonne und wenn man nicht grade im Schatten steht, sind auch die Temperaturen ganz angenehm. Gegen Mittag fahre ich zum Tegel wo es am Start recht entspannt zugange geht. Ich muss ein wenig warten bis ich endlich meine gute Phase erhalte, aber dann komme ich gut weg.

Solche Tage sind einfach zum verlieben, überall stehen die Bärte die einen mit Schmackes in den Himmel katapultieren. Gegen den Wind Richtung Buching geht es recht langsam, dafür kann ich unterwegs alle paar Meter Höhe tanken. Ich fliege gleich weiter in Richtung Trauchgau, wieder zurück nach Buching und weiter zum Tegel. Am Westgrat kann ich gemütlich wieder aufsoaren, ich wechsele wieder auf die andere Seite der Seilbahn wo es noch besser geht. Es beamt mich geradezu über’s Gipfelkreuz. Ich fliege zum Säuling, wo ich aber nichts richtig Tolles finde, also wieder zurück, nochmal Gipfelkreuzhöhe und nochmal ein kleiner Abstecher Richtung Buching. Als der Höhenmesser 1400 zeigt drehe ich um und lande nach etwas mehr als zwei Stunden und 35 Streckenkilometer glücklich und zufrieden. Ach wie schön ist der Frühling!

unnamed-19

Und nein, ich habe mir nicht den Busen machen lassen.. ich hab nur nach der Landung meine Handschuhe in die Jacke gestopft :).

IMG_0556

Zum Schirmeinpacken habe ich mir die letzten Male angewöhnt die Leinen zu bündeln und ineinander zu flechten damit sie sich nicht verknoten. Das letzte Stück wird dann als Schlaufe um einen Schirmzipfel gelegt. Macht die Startvorbereitungen wirklich viel einfacher!

Veröffentlicht unter Hausbergfliegen, XC | Hinterlasse einen Kommentar