22.06.2016 Tegelberg

Heute früh war ich schon um halb 10 am Tegelberg, allerdings war der Wind mir nicht hold, eigentlich kontant aus Süd-, Südwest.. die Cracks starten natürlich bei einem Hauch trotzdem aus Ost raus. Als sich gegen 11:30 immer noch nichts tut, entscheide ich mich runter zu fahren und erst noch einmal den Hundi Gassi zu führen. Als ich wieder am Tegel bin, ruft Stefan an und schlägt vor, dass wir zum See fliegen. Tolle Idee, aber zuerst muss ein Auto abgestellt werden damit wir auch wieder vom See zurück kommen.

Auf dem Rückweg zum Tegelberg fahre ich an St. Colomann vorbei und sehe dann rechts am Wegesrand im Gras jemanden liegen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich bei der Hitze jemand in die pralle Sonne legt und wende um mir das genauer anzuschauen. Erste Hilfe kommt hier leider zu spät, der Mann hat bereits Leichenflecken im Gesicht. Etwa 2 Stunden dauert es bis die Polizei endlich da und wir alle Informationen übergben haben. Ich bin ziemlich fassungslos bei dem Gedanken dass der Mann möglicherweise noch gelebt hat, sehr sehr viele Autofahrer müssten den eigentlich gesehen haben, warum dauert es Stunden bis endlich einer anhält??

Wir schaffen doch noch die Gondel hoch und starten problemlos raus. Ich überhöhe den Brandnerschrofen und fliege dann halb beschleunigt Richtung Forggensee. Der Wind ist durchaus frisch aus Nordost, Ost.. Halbgas reicht irgendwann nicht und so fliege ich voll beschleunigt um genau an der Landewiese am Strand anzukommen.

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Ich beobachte Stefan, der nach mir gestartet ist und im ersten Versuch zu wenig Höhe hat um rüberzufliegen. Er fliegt zurück zum Rohrkopf und dreht nochmal auf, diesmal kommt er mit komfortabler Höhe am See an. Die Spirale spart er sich diesmal und baut seine Höhe gesittet ab. Das Wasser ist noch ziemlich … KALT.. aber die Sonne wärmt uns schnell wieder auf. Nach einem Stündchen müssen wir aufbrechen, erster, aber mit Sicherheit nicht letzter Fly&Swim Tag des Jahres!

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20.06.2016 Buchenberg

Soo viele Tage mit Regenwetter liegen hinter uns, endlich mal wieder verspricht der Wetterbericht ein wenig Besserung. Eigentlich war mir nach Tegel, aber der hängt bis zum Nachmittag in den Wolken. Am Buch treffe ich Stefan der schon einen Abgleiter gemacht hat. Gleich zwei Flugschulen sind da, entsprechend voll ist es. Thermisch geht bei geschlossener Bewölkung erstmal gar nichts, später reißt es aber dann doch noch auf und die ersten Freiflieger können sich ein wenig halten.

Stefan und ich warten bis die Bahn den Betrieb einstellt und wir den Startplatz weitgehend für uns haben. Meine Startvorbereitung ist miserabel, ich habe vergessen, das Cockpit einzuhängen und damit den Beinsack zu verschließen. Zwar komme ich dadurch so gut in mein Gurtzeug wie nie, aber dann merke ich dass irgendwas, was sich außerhalb meines Blickfeldes befindet, vor sich hin piepst.. also erstmal nach dem Cockpit geangelt und dann brauche ich mehrere Minuten bis ich den Beinsack endlich verschlossen habe. Wie peinlich!

Zum Glück habe ich schon beim Rausfliegen kontinuierliches Steigen und ich finde dann auch einen Bart der mich bis auf 1500m bringt. Schön ist es hier oben.. unter mir sehe ich Julian der mit seinem Mantra 6 vom Tegelberg rübergekommen ist. Stefan startet und säuft aber nach kurzer Zeit wieder ab. Ich lasse mich auch verführen ins Bermuda Dreieck auf die sonnenbeschienenen Hänge zu wechseln, ein Fehler, denn dort geht gar nichts und der Rückweg gegen den Wind kostet mich die letzten vorhandenen Höhenmeter. So stehe ich dann auch nach 18 Minuten wieder am Boden.

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Julian landet und ist auf 180, der Raubvogel der zwischen Jagd- und Buchenberg nistet hat ihn angegriffen, er ist nicht der erste Pilot den es in den letzten Wochen erwischt hat. Zum Glück hat der Mantra wohl keinen Schaden genommen.

Alles in allem ein netter kleiner Flugtag.

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15.06.2016 Buchenberg

Der Wetterbericht für diesen Tag war gar nicht so schlecht. Hoffentlich zum letzten Mal muss ich zum Buchenberg den Umweg um den Forggensee nehmen, ab morgen soll die B17 am Bannwaldsee nach Monaten der Sperrung endlich wieder offen sein! Was für eine Freude!

Tiefe dunkle Wolken hängen über dem Buchenberg. Michael und Gigi absolvieren fleissig ihr Tandemausbildungsprogramm (10 Flüge! Respekt!) Immer mal wieder regnet es leicht, ich kann mich lange nicht zu einem Flug motivieren und halte lieber einen Plausch mit einem Fliegerkollegen.

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Kurz vor Bahnende entscheide ich mich dann doch noch runterzufliegen, mehr als 4 Minuten Flugzeit kommen da allerdings nicht zusammen. Gigi hilft mir noch das Advancerettereinbaupuzzle zu lösen, lieben Dank dafür.

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04.06.2016 Annecy (FRA)

Vom 4.6. bis zum 10.6. war ich bei meinem zweiten Sicherheitstraining und gleichzeitig beim praktischen Eingangstest für Fluglehrer beim Campus Annecy der Flugschule Grenzenlos.
Wer Lust hat nachzulesen wie’s gelaufen ist, findet den Bericht unter der Rubrik Flugreisen oder hier.

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28.05.2016 Buchenberg

Für den Nachmittag sind Gewitter vorhergesagt, eigentlich wär das das Signal für einen frühen Aufbruch gewesen, aber das Frühstück auf dem Balkon im Sonnenschein ist so gemütlich dass wir erst gegen 12:00 Uhr los kommen. Am Tegel haben sich schon mächtige Cumuli aufgebaut, wir fahren weiter zum Buch wo ich Stefan und Michael treffe. Der Wind am Flachstart steht gar nicht an, drei Piloten haben ausgelegt, aber keiner startet. Schließlich packen alle drei wieder zusammen und wir sehen wie es über dem Forggensee bereits heftig regnet.

Wir ziehen uns erstmal unter’s Hüttendach zurück und trinken einen Kaffee. Ein Skywalk (Poison?) ist in der Luft und wird von dem kräftigen Wasserguss erwischt, naja, hat er ja kommen sehen können, kann man nur hoffen das nichts passiert.

Als der Regen vorbei ist, entschließe ich mich meinen Rucksack mit der Bahn runter zu schicken und zu Fuß mit meiner Liebsten abzusteigen. Da sowieso nicht mehr als ein Abgleiter drin wäre, mag ich meine Ausrüstung nicht noch durchnässt einpacken müssen. Während wir absteigen kommt die Sonne wieder raus und beschert uns noch einen wunderbaren flugfreien Nachmittag.

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27.05.2016 Tegelberg

Gegen ein Uhr bin ich am Tegelberg, das Wetter ist sehr labil, zum Teil bauen die Wolken jetzt schon ganz schön auf. Dazu kommt ein böiger Wind aus Ost-Nord-Ost. Wahrscheinlich wäre ein Start über die Ost-Rampe cleverer gewesen, insbesondere nachdem ich schon gesehen habe, wie eine Pilotin vor mir beim Start fast in die Drachenrampe gerauscht ist. Meine Überheblichkeit lässt mich trotzdem am Nord-Startplatz auslegen. Der Schirm kommt auch schön grade hoch, doch als ich loslaufe kommt eine heftige Böe aus Ost und fegt mich direkt in Richtung Rampe. Ich denke noch.. das wird jetzt wehtun.. da schlage ich auch schon mit dem linken Oberschenkel ein.. ziemlich heftig. Wie durch ein Wunder ist bis auf einen blauen Fleck nix passiert.. das verbuche ich mal unter “Schwein gehabt!!”.

Der Flug hingegen ist gemütlich. So richtig Lust auf Strecke habe ich nicht.. ohne richtiges Instrument fliegen ist irgendwie doof.. über Höhe, Fahrt über Grund und Steigwerte kann nur spekuliert werden. Nach einer Stunde Spazierenfliegen reicht es mir für heute.

Am Abend baut sich direkt über dem Tegel eine Monsterwolke auf – so beeindruckend, dass ich inzwischen schon Fotos von 4 verschiedenen Winkeln in den verschiedenen Social Media Foren gefunden habe. Ich habe dieses hier aufgenommen:

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Direkt unter der Wolke wurde lustig weitergeflogen.. muss gegangen sein wie SAU! Na.. der Pilot trifft die Startentscheidung.. aber ich hab einfach viel zu viel Respekt vor diesen Monstern!

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26.05.2016 Tegelberg / Buchenberg

Um 9:00 treffe ich mich zur ersten Bahn mit Julian, der mit mir gemeinsam einen Tandem-Akro-Flug machen möchte. Ich bin ganz schön aufgeregt, zum einen bin ich noch nie Tandem geflogen, zum anderen hoffe ich sehr, dass Julian uns nach Wingovern, Steilspirale und SAT heil wieder zum Boden bringt. Es ist bereits superwarm und schon so früh treffe ich auf viele bekannte Gesichter. Julian montiert mir ein zweites Paar Bremsgriffe in die Steuerspinne so dass ich eventuell auch steuern kann. Der Wind kommt immer noch leicht aus Süd, trotzdem wagen wir einen Start. Ich setz mich einen Tick zu früh hin.. gar nicht so einfach so ein Tandemstart.

Über den Westgrat fliegen wir auf die Südseite die aktuell ja noch im Luv ist. Leider gibt die thermisch noch nicht viel her und so fliegen wir dann doch raus Richtung Landeplatz. Just als Julian die Steilspirale einleiten will, ruckt es in den Bremsen.. was war das? Die Akro-Geschichte ist damit leider hinfällig, wir machen einen ruhigen Flug und landen. Die Leinen der zusätzlich montierten Steuergriffe sind irgendwie durchgerutscht und haben drei Bremsgalerieleinen so beschädigt dass sie getauscht werden müssen. Tut mir total Leid für Julian, dessen Tandemtag damit gestorben ist. Hoffentlich können wir unsere Akro Session nochmal nachholen.

Für den Rest des Tages ist eine Hike&Fly Tour mit der Familie geplant. Da wir für den geplanten Spießer etwas spät dran sind, fahren wir zum unteren Parkplatz der Drehhütte und laufen von dort aus auf den Jagdberg. Es ist verdammt heiß und ziemlich mühselig mit dem Schirm auf den Schultern in der prallen Sonne den Berg hinauf zu steigen.

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Nach fast 500 Höhenmetern im Aufstieg, folgt noch ein einstündiger Marsch hinüber zur Buchenbergalm. Insgesamt mehr als 8km.. als ich endlich am Buchenberg ankomme, bin ich völlig platt! Eine Buttermilch später ist eigentlich der Plan, mit dem Schirm zurück zum Parkplatz zu fliegen. Leider bin ich eine halbe Stunde zu spät dran, der Wind hat auf Süd gedreht und ich kann keinen einzigen Meter mehr aufdrehen. Also lande ich am Buch, packe zusammen und werde von einem freundlichen Fliegerkollegen mit dem Auto zurück an meinen Ausgangsort gefahren, vielen Dank dafür!

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25.05.2016 Neunerköpfle / Tegelberg

Nach zwei Tagen Dauerregen ist für den heutigen Tag bestes Flugwetter vorhergesagt. Stefan hat auch Zeit und so fahren wir beide ins Tannheimer Tal ans Neunerköpfle. Die Stimmung ist bestens, allein der Startplatz ist grauenhaft. Der schmelzende Schnee sorgt für ständigen Wassernachschub von oben und hat den kompletten Platz aufgeweicht. Das Plastiknetz ist fast komplett entfernt worden, einen neuen Überzug gibt es (hoffentlich noch) nicht. Der Startbereich müsste einmal umgepflügt und planiert werden, idealerweise dann Matten oder am besten ein Teppich. So legen die Piloten nicht da aus wo es idealerweise zum Wind passt, sondern da, wo ihr Schirm eben nicht komplett in einer Schlammpfütze liegt. Schön ist das alles nicht.

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Ich versuche auch im Trockenen auszulegen, dort liegen allerdings Felsbrocken die meine Leinen und meinen Schirm festhalten möchten. Dauert eine Weile bis alles startklar ist. Mein Start ist lausig, als ich aus dem Windschatten der Flanke laufe, ergreift mich der böige Südwind.. naja, irgendwie komm ich trotzdem weg. Da mein Oudie4 noch in Reparatur ist, begnüge ich mich mit meinem Solario, so richtig warm werde ich mit der Intonation allerdings nicht. Thermisch geht’s ganz gut und auch wenn Stefan hinterher meint es wäre ganz schön bockig gewesen, muss ich sagen, dass ich es eher entspannend fand nach letzter Woche in Greifenburg. Ich fliege über den Start weiter in Richtung Süd und meine, dass es da über dem Grat ganz gut gehen müsste.. schließlich muss da auch der Südwind über den Grat..Pustekuchen, nix ist da.. Nun denn, wieder zurück zur Skipiste und wieder aufgedreht. Dann sehe ich eine schöne Wolke in Richtung Einstein, die gibt tatsächlich ein bisschen was ab, aber als ich dann voller Hoffnung an den Einstein fliege, finde ich nur Saufen. Ich versteh das nicht.. Südwind, voll angegleiste, felsige Südseite und nix! Möglicherweise ist die Kante aber auch vom überregionalen Nordwind überspült und ich fliege im Lee.. nun, für mich heißt das erstmal Landen.

Ich fahre nochmal rauf und sehe, dass alle Flugschüler für heute einpacken. Der Wind hat deutlich aufgefrischt und kommt zum Teil in heftigen Böen durchgepfiffen. Ich beobachte einen Piloten der rückwärts versucht aufzuziehen, was ihm nicht gelingt weil er einen riesigen Verhänger in der C-Ebene hat. Ich rufe ihm zu, dass er einen Knoten hat. Er findet ihn nicht, erst als ich zu ihm runterkomme und ihm die Stelle zeige sieht er es auch.. da hat sich mehr als ein Meter Leine verknotet, und der wäre beim Flug auch nicht aufgegangen. Grad nochmal gut gegangen.

Stefan erreicht mich über Funk und sagt dass er im Landeanflug ist. Ich entscheide mich, mit der Bahn wieder runterzufahren. Als ich ankomme packt er schon zusammen, voll glücklich mit den neuen Minipackmaß seines Mentor 3 light. Wir beobachten einen Ion2 der darum kämpft über die Bundesstraße zu kommen. Es wirft ihn ganz schön hin und her und bisweilen wird er auch wieder rückwärts getrieben. Auch wenn’s turbulent ist, hier hilft eigentlich nur Beschleunigereinsatz. Das macht er aber nicht und so spült es ihn fast senkrecht runter. Ich zittere mit ihm und freue mich, als er dann doch noch, wenn auch sehr knapp, über die Bundesstraße kommt.

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Es ist noch recht früh am Tag und nach einem Check der Windwerte, entscheiden wir uns, noch einen Flug am Tegel zu machen. Dort treffen wir mal wieder die gesamte Fluggemeinde, alles sehr chillig. Martin hat seinen Mescal verkauft und fliegt nun eine Chili, er ist komplett begeistert. Ich komme gut raus und bin kurze Zeit später über Gipfelkreuzhöhe. Die Thermik ist wunderbar zuverlässig und soft, so liebe ich das.

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Ich fliege ein paar mal zum Schönleitenschrofen und zurück, bis die Finger langsam kalt werden. Ich fliege raus, lasse die Steuerleinen los und genieße den Moment. Als ich wieder Richtung Landeplatz fliege, kommt Stefan mit seinem neuen Mentor vollbeschleunigt unter mir durchgeschossen.. was für eine Rakete!

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Schöne Landung, nette Gespräche am Landeplatz und ein perfekter Flugtag geht vorbei. Keine Rekorde, kein Streckenflug, einfach nur in der Luft sein und Spaß haben.

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Und danke an Julian der am Startplatz meinen Helm, Handschuhe und drei Jacken einsammelt die ich da hab liegen lassen!

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22.05.2016 Greifenburg (NCC)

Der letzte Tag der NCC in Greifenburg empfängt uns schon wieder mit strahlendem Sonnenschein. Wir fahren mit dem 9 Uhr Bus hoch zum zweiten Startplatz und lauschen dem Wetterbriefing. Die Thermik hat noch nicht wirklich eingesetzt, der Wind ist trotzdem bereits recht frisch und soll im Laufe des Tages noch deutlich zunehmen. Die gesetzte Aufgabe ist recht klein, schon mache ich mir Hoffnung heute mal “Goal” zu machen. Marc Wensauer startet raus und prüft die aktuelle Lage, thermisch noch überaus zäh, dafür aber ganz schön bockig. Mir gefällt das überhaupt nicht.

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Die Aufgabe wird nochmals verkürzt, schließlich wird ein kompletter Wendepunkt gestrichen, trotzdem ist noch nicht klar ob das Rennen nicht doch noch abgebrochen werden muss. Aus dem “Race” wird ein “Elapsed Time” und für mich ist es angesichts dessen, was ich bei den bereits gestarteten Piloten sehen kann klar, dass ich heute kein Rennen fliegen werde. Ich gebe mein Oudie mit dem zerstörten Display bei Primoz Susa ab (danke für’s zur Reparatur bringen), streiche mich von der Sign-In-Liste und laufe zum unteren Startplatz runter. Während ich mich startklar mache, beobachte ich einen Prion3 der sich fast in den Boden montiert.. einen Prion3 muss man auch erstmal abreißen!

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Ich komme wunderbar raus und fliege ohne Vario einfach nur gemütlich raus ins Tal, genieße die Landschaft und lande gemütlich auf dem riesengroßen, perfekt gepflegten Landeplatz, packe zusammen und mache mich glücklich und zufrieden auf den Heimweg.

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21.05.2016 Greifenburg (NCC)

Für heute ist ein flugtechnischer “Hammertag” vorhergesagt, also ein Tag mit sehr starker Thermik, hoher Basis und sehr großem Streckenflugpotential. Zunächst hatte ich noch die Hoffnung es würde das Mölltaldreieck ausgeschrieben, das bin ich ja schon einmal mehr als die Hälfte lang geflogen, aber leider kommt es anders. Die heutige Aufgabe führt ab der Emberger Alm bis zum Weißensee, dann zum Kärntner Tor, zurück zum Goldeck, dann nördlich der Emberger Alm, nochmal zum Kärntner Tor und schließlich ins Ziel, insgesamt rund 100km.

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Der Tag begann für mich ziemlich schlecht, beim Öffnen des Startwindows getrödelt und dann noch einen kapitalen Fehlstart bei dem ich mir neben meinem Fliegerstolz noch das Display meines Oudies angekratzt habe. Bis ich dann endlich gestartet bin, war der Startzylinder längst offen und alle weit vor mir unterwegs. Ich hab sofort Höhe gemacht, bin von der Emberger Alm zum Gaugen (warum ich nicht gleich gequert bin weiß ich ehrlich gesagt auch nicht) wo ich in einer heftigen Thermik bis an die Basis gebeamt wurde. Unter der Wolke hat sich mein überladener Swift4 S in meinen allerersten Frontklappper überhaupt zerlegt, nur um sich direkt und höchst dynamisch wieder zu entfalten.. Bämm! Mit Herzklopfen zum Weißensee, dort den ersten Wendepunkt genommen und wieder zurück zum Gaugen. Die Thermiken standen heute wirklich überall, aber sowas von heftig und unangekündigt dass mir mein Schirm nur so um die Ohren geflogen ist. Nachdem mir drei-,vier-,fünfmal der halbe Schirm eingeklappt ist, hatte ich die Nase voll. Durch die folgenden Thermiken bin ich einfach nur noch durchgeflogen, hab den 2. Wendepunkt am Kärtner Tor genommen und bin dann gemütlich im Tal gelandet. Gibt es eigentlich ein goldenes Gesetz dass immer wenn ich auf einer gemähten Wiese lande allerspätestens nach zwei Minuten der Bauer mit dem Heuwender auftaucht?!

Der Landeplatz war gut gewählt, direkt an der Straße an einer Bushaltestelle und so musste ich auch nicht lange auf eine Mitfahrgelegenheit warten. Mein sehr netter Fahrer war mir zunächst etwas unheimlich mit seinen 1,90m, 150kg und über und über tätowiert, leider sprach er nur ungarisch und italienisch.. deswegen war unser Gespräch etwas eintönig, dafür hat er mich aber bis direkt zu meinem Auto gefahren, lieben Dank dafür!

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Respekt an alle, die heute diesen Task zuende oder auch fast zuende geflogen sind. Das heutige Briefing war nochmals sehr aufschlussreich, insbesondere durch die verschiedenen Varianten die möglich gewesen waren und auch geflogen wurden. Ich verbuche diesen Tag unter “know your limits” und freu mich schon auf mein nächstes Sicherheitstraining wo ich das “mich zerlegen” nochmal über Wasser üben kann.

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