20.03.17 Neunerköpfle

Am Vormittag laufe ich noch mal schnell mit dem Hundi zum Rohrkopf hoch. Unterwegs fragt Dirk per Whatsapp ob ich mit zum Neuner komme. Aufgrund der von Austrocontrol vorhergesagten Windgeschwindigkeiten hatte ich den Tag als Flugtag eigentlich abgeschrieben, aber manchmal wird man ja doch positiv überrascht. Am Tegel pustet es Mittags noch mit 20km/h aus Süd, am Neuner herrscht ein frischer, aber fliegbarer Wind aus West, also auf Richtung Tannheimer Tal!

Als ich um kurz nach zwei dort eintreffe bin ich ALLEIN am Startplatz! Das passiert am Neuner nun wirklich nicht oft! Ich mache mich schnell startklar, Hans trudelt mit seinem Tala light ein. Ich starte und finde gleich was Kurbelbares was mich über Gipfelhöhe bringt. Eine rechte Freude ist das Fliegen heute allerdings nicht. Vom Wind sind die Thermiken ganz schön zerrissen und bisweilen bockt es sogar ein bisschen. Ich sehe wie Hans in Richtung Vilser Alpsee abfliegt und dort von einem Monsteraufwind in die Höhe gebeamt wird. Ich fliege hinterher, aber als ich dort ankomme ist dort rein gar nichts.. also wieder zurück. Ein wenig soare ich noch mehr oder weniger unmotiviert hin und her, immerhin ist es heute sowas von leer! Recht schnell verliere ich die Lust und fliege einfach das Tal hinunter Richtung Zöblen. Interessanterweise trägt es dort sogar ein bisschen und so reize ich es ein wenig aus.

Als das Vario noch 1250m zeigt drehe ich um und denke, dass ich mich vielleicht ein bisschen verpeilt habe, bis zum Landeplatz ist es weiter als gedacht. In direkter Linie fliege ich nun mit ordentlich Rückenwind in Richtung Landeplatz und es reicht gerade so noch!

Es gibt angenehmere Flugtage, aber manchmal muss man auch durch ein wenig Gebocke!

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16.03.17 Neunerköpfle

Was für ein Tag! Ich bin mit Dirk für Mittags am Neunerköpfle verabredet, für heute sind ideale Flugbedingungen vorhergesagt, ich bin nicht weiter verwundert dass es am Startplatz so ausschaut als wäre Wochenende!

Nicolas, Walter und Steffen sind auch da, gemeinsam machen wir uns kurz nach Eintreffen startbereit. Im ersten Versuch komme ich nicht raus, danke nochmal an die netten Helfer die mir den Schirm wieder schön hinlegen. Im zweiten Versuch klappt alles und ich reihe mich in die erste kleine Schirmwolke ein. Ganz schön viel Verkehr hier und wie so oft am Neuner ist die Befolgung der Vorflugregeln schwierig.. wenn man zu einem Bart kommt in dem alle lustig in alle Richtungen drehen, was dann? Antwort: Weiterfliegen!

Über dem Gipfelkreuz ist viel weniger los und die Thermik trägt mich auf 2500, ich beschließe mich nicht lange aufzuhalten und fliege ab in Richtung Krinnenspitze. Dort bin ich ganz allein und lasse mich von einem wunderbar weichen, großen Bart auf über 3000m tragen, ich glaub ich träume!

Weiter geht’s Richtung Gaichtspitze, von dort weiter zur Schneid und dann wieder links abgebogen Richtung Kellenspitze. Über der Kellenspitze erwische ich wieder einen Bombenbart, der trägt mich diesmal sogar auf 3100m, unglaublich!!

Ich lasse mich abgleiten über das Füssener Jöchle bis über den Aggensteingipfel, einfach traumhaft!

Mit immer noch sehr komfortabler Höhe geht es in den Endanflug, vorbei am Einstein, noch ein paar Streckenkilometer gutgeschrieben bevor es zurück geht zum Landeplatz. Dort hat der Wind deutlich aufgefrischt. Ich treffe nochmal Knut von vorgestern, der wieder zweifelt ob die Bedingungen für ihn passen. Mein Flugtag war so wunderschön, da reichen die Eindrücke auch ohne einen zweiten Flug über das zu erwartende verregnete Wochenende.

Leute, so darf das Jahr weitergehen!!

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15.03.17 Tegelberg / Buchenberg

Der Wetterbericht für heute ist deutlich mäßiger als in den letzten beiden Tagen. Dirk und ich wollen nicht weit fahren und verabreden uns am Tegelberg. Um 13:00 Uhr treffen wir ein und treffen noch ein paar bekannte Gesichter in der Gondel.

Am Startplatz stehen zwei unschlüssige Piloten die von Südwind sprechen, jetzt wo wir da sind kommt der Wind aber wunderschön von vorne! Hans geht mit seinem Cure zuerst raus, ich folge direkt im Anschluss und finde gleich den ersten Bart der mich bis knapp unter Gipfelkreuz aufdrehen lässt. Dirk hat weniger Glück und dümpelt unter mir dahin. So richtig weiter geht’s auf der Ostseite aber auch nicht und so wechsele ich an den Westgrat. Dort kann man sich problemlos halten und ich surfe ein Weilchen hin und her. Hans und Dirk graben sich von unter wieder hoch bis zu mir und während Dirk in Richtung Säuling fliegt, machen Hans und ich uns auf den Weg zum Rohrkopf. Als ich dort eintreffe beamt mich ein Bart wieder auf Startplatzhöhe. Sehr beeindruckend dafür, dass der Himmel inzwischen komplett abgeschattet ist. Ich fliege zum Schönleitenschrofen, kurbel da noch ein bisschen und dann sind meine Pfoten endgültig eingefroren. Ich fliege raus bis zum Forggenseeufer und denke schon, dass ich mich mit dem Rückweg verkalkuliert habe.. aber dann komme ich doch noch gemütlich mit ausreichend Höhe zurück zum Tegelberg Landeplatz.

Nach dem schönen Flug am Tegelberg möchte ich noch schnell einen kleinen Hike&Fly auf den Buchenberg machen. Ich bin knapp in der Zeit und so steige ich mit flottem Schritt über den Kulturenweg auf. Kurz vor dem Ziel überholt mich noch ein Gleitschirmpilot, so eine Frechheit! Dafür dass die Bahn nicht fährt ist einiges los. Ein Atos steht am Oststart und ein Gleitschirm hat direkt dahinter ausgelegt. Obwohl die Bedingungen ordentlich sind, dauert es ein Weilchen bis erst der Starrflügler, und dann der Gleitschirm weg sind. Genügend Zeit für mich in Ruhe auszulegen und mich startklar zu machen. Dann bin ich auch schon raus, ein kurzer, aber wunderschöner Flug im abendlichen Sonnenschein!

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14.03.17 Neunerköpfle

Gegen Mittag bin ich mit Dirk wieder am Neunerköpfle verabredet. Als wir am Berg eintreffen dümpeln ein paar Flieger auf Startplatzhöhe herum, so richtig gut scheint es noch nicht zu gehen. Wir fahren hoch und freuen uns erst mal über einen so gut wie leeren Startplatz. Reichlich Platz um in Ruhe auslegen zu können. Der Wind ist glücklicherweise auch bei Weitem nicht mehr so böig wie gestern und so sind die Startvorbereitungen deutlich angenehmer. Dirk haut sich raus und ich folge wenig später.

Dirk hat gleich mal einen Bombenbart erwischt, da möchte ich mich auch reinhängen aber nach zwei Vollkreisen schaltet jemand die Thermik aus. Dirk hängt da schon auf gut 2200 über dem Gipfelkreuz, während ich mich mühselig von einem Nullschieber zum nächsten hangel. Ich versuche mein Glück an dem Hang gegenüber dem Startplatz da Dirk mir diesen empfohlen hat, da geht leider aber gleich mal gar nichts. Ich fliege in Richtung Landeplatz und finde dort bodennah einen schönen Bart der mir nochmal 300 Höhenmeter schenkt. Als der Fahrstuhl nicht mehr weiterfährt, fliege ich zurück zum Neuner, aber die Luft ist raus, nichts geht mehr.. ich muss landen.

Beim Zusammenpacken mache ich Bekanntschaft mit Knut der noch unschlüssig ist ob er bei den Bedingungen fliegen will. Ich rate ihm zu und wir fahren gemeinsam hoch. Immer noch ist der Startplatz leer, der Himmel hat sich allerdings deutlich zugezogen. Ich bin schnell startklar und in der Luft. Jetzt ist auch Thermik da, mich beamt es in Nullkommanix auf 2100 und ich fliege ab in Richtung Krinnenspitze. Mit Rückenwind geht es schnell dahin, allerdings ist alles abgeschattet und ich finde keinerlei Anschluss. Mit rund 1900m fliege ich wieder in Richtung Neuner Landeplatz, aber über Grund werde ich immer langsamer. Immerhin kann ich den Haldensee passieren, der schaut nämlich nicht mehr so aus als könne man darauf landen.

Es hilft nichts, der Landeplatz ist unerreichbar und so lande ich kurz hinter Grän auf der Langlaufloipe. Ein kurzer Fußmarsch zur Bundesstraße, den Daumen rausgehalten und schon halten zwei nette Ostallgäuer mit die mich wieder zu meinem Auto zurück bringen. Dort treffe ich dann auch Dirk wieder, der auch gerade gelandet ist und einen fantastischen Flug gemacht hat. Morgen werden wir unser Glück wohl mal wieder am Tegelberg versuchen.

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13.03.17 Neunerköpfle

Ich bin am Vormittag noch auf einer schnellen kleinen Bergtour, Mittags trinke ich noch schnell einen Kaffee und genieße den Sonnenschein auf dem Balkon, hätte ich das nur mal nicht gemacht. So verpasse ich die thermikstärkste Zeit! Als ich am frühen Nachmittag endlich am Neuner eintreffe, hängt der Himmel schon voller Schirme. Es scheint ganz schön hoch zu gehen! Ich nehme die Bahn hoch, der Startplatz ist nicht besonders voll. Ich bin eigentlich schnell startklar, dann bemerke ich jedoch dass mein rechter Tragegurt verdreht eingehängt ist. Ich hänge wieder aus und dann greift sich eine heftige Windböe meinen Flügel und verwandelt ihn in ein Knäuel. Es wird zur Sisyphos Aufgabe den Schirm wieder zu entwirren und einigermaßen startbar auszulegen. Immerhin, den Piloten links und rechts von mir geht es auch nicht viel besser. Schließlich endlich kommt eine etwas ruhigere Phase und ich komme gut raus!

Die Thermik trägt mich heute nur gemäßigt mit maximalen Steigwerten um 1,5m/sek. Ich kann problemlos den Gipfel überhöhen, aber dann ist auch Schluss. Es hat deutlich abgeschattet und ich fange bald an zu frieren. Diesmal sind nicht nur die Hände kalt, auch der restliche Körper friert so langsam ein. Ein Stündchen gönne ich mir, dann tauche ich wieder in wärmere Gefilde und lande. Morgen auf jeden Fall wärmer anziehen und früher starten!

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16.02.17 Neunerköpfle

So, jetzt wird es aber langsam aber ganz sicher mal Zeit für eine feierliche Saisoneröffnung! Ich bin mit Dirk gegen 13:00 Uhr am Neunerköpfle verabredet, dann merke ich aber, dass ich das zeitlich nicht mehr hinkriege. Als ich eine halbe Stunde später eintreffe, ist von ihm nichts mehr zu sehen. In der Luft treffe ich ihn später auch nicht.. wahrscheinlich ist er zu hoch und zu weit weg geflogen 🙂

Bei strahlend blauem Himmel nehme ich die Bahn hoch, es tummeln sich schon einige Schirme, auch wenn insgesamt wohl eher rumgedümpelt wird. Als ich am Startplatz eintreffe, krieg ich fast die Krise. Es liegen 8 Schirme startbereit aus, mindestens 8 weitere Piloten haben schon ausgepackt, der Wind kommt von hinten und die Nerven liegen blank. Zwei streiten sich so dass ich schon fast denke dass sie sich an den Kragen gehen wollen.

Petrus hat ein Einsehen, der Wind dreht und steht jetzt perfekt an. Ich packe aus und muss jetzt auch nicht mehr lange warten um in die Luft zu kommen.. soooo geil endlich wieder da oben unterwegs zu sein. Die Thermik ist heute angenehm soft, so mag ich das für meinen ersten Flugtag nach 6 Wochen! Ich cruise mit den anderen hin und her und freue mich, dass ich meistens mit ganz oben bin, die 2000er Marke knacke ich auch, allerdings friert es mich irgendwann auch ganz schön an den Pfoten! Nach einer Stunde ist mein Flughunger gestillt, außerdem lässt die Thermik jetzt am späten Nachmittag deutlich nach, ich lande, packe zusammen und freue mich über den tollen Tag!

Morgen soll’s nochmal schneien, am Samstag geht’s zur Thermikmesse, nur gut dass es heute noch so gut gegangen ist!

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14.02.17 Tegelberg

Nachdem AirCross mir schon am Freitag den neuen U Cruise zum Testen überlassen hat, hab ich mich heute mit Dirk, der heute wieder den BGD Base testet, am Tegelberg verabredet um den Flügel endlich mal in die Luft zu bringen. Die Windaussichten waren allerdings gelinde gesagt „bescheiden“ und auch die Fahnen an der Talstation zeigen verhältnismäßig kräftigen Südwind.

Oben angekommen verfestigt sich das Bild, der Wind kommt eindeutig aus SW, mal mehr, mal weniger stark. Ich schließe für mich bei diesen Bedingungen einen Startversuch aus. Alfons trifft ein und erzählt dass er schon geflogen ist, angeblich waren die Bedingungen früher am Tag marginal besser, von hinten kam er aber die ganze Zeit.

Dirk macht sich fertig und übt sich in Geduld. Fast eine dreiviertel Stunde lang steht er und wartet auf „seine“ Nullwindphase. Als die endlich kommt, startet er sehr schön raus. Thermisch geht ja mal leider gar nichts. Noch ein weiterer Grund kein unnötiges Risiko einzugehen.

Ich nehme die nächste Bahn runter und hoffe auf bessere Bedingungen in den nächsten Tagen.

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31.12.2016 Buchenberg

Der letzte Flug des Jahres geht wieder per Pedes auf den Buchenberg. Oben trinke ich erst einmal ein gemütliches Bierchen und genieße die spektakuläre Aussicht. Das Starten wird dann doch noch zur Herausforderung, denn der Wind kommt jetzt eher von hinten als von vorne.. da heißt es rennen was das Zeug hält, im zweiten Versuch komm ich dann auch schon raus 🙂

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Und so geht ein weiteres Jahr zu Ende. Ich bin weniger geflogen als ich eigentlich geplant hatte, auch wettertechnisch fand ich 2016 jetzt nicht so der Burner, interessant dass ich dieses Jahr die meisten Flugstunden im April gesammelt habe.

Trotzdem fällt meine persönliche Bilanz für 2016 positiv aus und ich schau voll Vorfreude auf die Flugabenteuer in 2017!

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05.12.2016 Buchenberg

Heute treffe ich nach dem Aufstieg auf den Buch einen Fliegerkumpel den ich schon ewig nicht mehr gesehen habe – er ist als Maler heute beruflich zur Alm hoch gefahren und während sein Mitarbeiter das Auto wieder runterfährt, nutzt er die Gelegenheit seinen Sigma 9 auszuführen. Man muss die Flüge halt nehmen wie sie kommen 🙂

Da Uli schon den neuen Bibeta 6 zuhause liegen hat, komme ich fast in Versuchung sein tolles Angebot für seinen Bibeta 5 anzunehmen.. aber vielleicht sollte ich davor doch erstmal den Tandemschein machen!

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Ein weiterer wunderschöner Flug in den Abendhimmel hinein… und sagte ich schon was für ein toller Flügel der Swift ist!

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02.12.2016 Buchenberg

Heute bin ich alleine am Buch unterwegs. Es ist kälter als gestern, dafür steht der Wind am Oststart gar nicht mal so übel an. Da geht das starten sogar per Rückwärtsaufziehen aus der Tulpe heraus.

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Interessanterweise waren heute fast nur Mädels am Start! Muss wahrscheinlich daran liegen dass es die Jungs alle an den Tegel gezogen hat!

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30.11.2016 Buchenberg

Auch heute hält sich das gute Wetter und wieder bin ich mit Dirk am Buchenberg verabredet. Diesmal müssen wir sogar noch ein bisschen länger auf eine startbare Phase warten, aber wenn man schon hochläuft machen die paar Extraminuten auch nichts aus.

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Ein schöner Flug in grandioser Wintersonnen-Abendstimmung.. aber kalt war’s!

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29.11.2016 Buchenberg

Endlich endlich mal wieder lacht die Sonne im Allgäu und dazu lacht mir auch noch das Glück, denn Dirk hat auch Bock auf einen kleinen Hike & Fly Ausflug auf den Buchenberg.

Wir quatschen uns den Weg hoch und so vergeht die Zeit. Oben angekommen, sitzen wir erstmal ein wenig auf der Alm und genießen die wunderbaren Sonnenstrahlen! Schließlich machen wir uns dann doch startklar und Dirk macht sich als erster raus. Ich muss ein wenig auf eine gute Phase warten, aber dann kann ich mich zumindest ein paar Minuten halten.

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Zu dieser Jahreszeit ist man ja froh über jeden schönen noch so kleinen Flug! Schöner Nachmittag war’s!

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01.11.2016 Buchenberg

Am Vormittag bin ich als Komparse einer geplanten Krimiserie im Füssener Schloss unterwegs. Gegen Mittag ist mein Engagement beendet und so schnappe ich mir meine Ausrüstung und fahre zum Buchenberg wo immer noch der ganze Berg mit Touris überlaufen ist.

Im T-Shirt laufe ich über den Kulturenweg hoch zum Gipfel, am Weststart warten ein paar Piloten und da ich wieder mal keine Lust habe eine halbe Stunde auf ein Bier zu warten, beschließe ich mich gleich in die Warteschlange einzureihen.

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Zwei Piloten vor mir, der eine braucht Ewigkeiten bei besten Startbedingungen bis er endlich die Entscheidung zu Starten treffen kann. Dem nächsten helfe ich, das Kuddelmuddel aus seinen Leinen zu entwirren. Später erzählt er mir, dass er am Oststart schon einige erfolglose Startversuche hinter sich hat – aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass dies eine höchst unlustige Situation ist.. auch diesmal kommt er nicht weg, später als ich gelandet bin, kommt er mit seinem neuen Ion4 doch noch eingelandet, Glückwunsch an seine Moral und Durchhaltevermögen.

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Ich komme ganz gut raus, habe sofort Saufen und fliege tiefer als gewöhnlich über die Baumreihe. Thermisch geht fast gar nichts, 8 Minuten Flugzeit erkämpfe ich mir, trotzdem genieße ich den Flug sehr. Nachdem ich gelandet bin, treffen noch allerlei Fliegerfreunde ein.. ein schöner Flugnachmittag!

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30.10.2016 Buchenberg

Der Herbst schenkt uns Piloten nochmals einen wunderschönen Spätsommertag. Ich bin mit der Familie am Buchenberg und verzichte heute auf die stark frequentierte Bahn und laufe über den Bachweg zum Gipfel.

Oben angekommen, war eigentlich eine Buttermilch geplant, allerdings ist der Andrang an der Verkaufstheke heute so hoch, dass wir alle sofort von dem Gedanken etwas kühles, nasses zu erwerben Abstand nehmen. Ein Platz an einer Bierbank zu erhaschen wäre ähnlich utopisch heute.

Ich packe daraufhin meinen kleinen Swift aus seinem engen Kompressionsbeutel in dem er schon seit fast drei Wochen liegt und schüttel ihn erstmal richtig aus. Er bedankt sich mit einem spurtreuen Start und schon soaren wir beide am sonnenbeschienen Westhang. Es geht spürbar hoch, mein Vario sagt allerdings nichts.. dann fällt mir ein, dass ich bei der letzten Softwareaktualisierung den Varioton ausgeschaltet habe.. ach wie blöd!

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Immerhin 11 Minuten lang kann ich mich in der schwachen Thermik halten, länger als die meisten anderen die mit mir gestartet sind. Ich genieße die letzten warmen Sonnenstrahlen des Jahres und freue mich über meinen kurzen, aber umso schöneren Flug!

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09.10.2016 Buchenberg

Heute starte ich einen erneuten Versuch zum Hike&Fly am Buchenberg. Die Fluggebietsauswahl fällt heute nicht schwer, da alle Gipfel über 1400m in den Wolken hängen. Am Buch wird bereits lustig geflogen als ich unten mit der Familie los laufe. Wir steigen zügig auf und kommen eine Dreiviertelstunde später am Gipfel an. Dort ist bereits die gesamte Fliegergemeinde versammelt, trotz der sehr herbstlichen Temperaturen.

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Ich trinke eine Buttermilch und schaue den anderen Piloten am Weststart bei ihren Startvorbereitungen zu. Als ich mich schließlich selbst startklar mache, herrscht am Gipfel mehr oder weniger Nullwind. Um der langen Schlange zu entgehen, wechsele ich zum Oststartplatz wo ich mich auf dem durchnässten, lehmigen Teppich erst einmal hinpacke.. ärgerlich und ganz schön dreckig! Im ersten Versuch werde ich durch plötzlichen Wind von hinten überrascht, der Schirm kommt nicht hoch. Joe ist so freundlich mir die Kappe wieder auszulegen. Jetzt kommt der Wind konstant von hinten.. ich muss ganz schön warten bis der Wind für einen Moment wieder komplett einschläft. Diesmal komme ich gut raus und soare ohne große Hoffnungen am Hang. Ein klein bisschen was geht, aber nicht viel. Interessanterweise kachelt der Wind am Landeplatz stramm aus Ost.. am Landeplatz treffe ich Stefan wieder der kurze Zeit vor mir gestartet ist. Gemeinsam packen wir zusammen und laufen zum Parkplatz zurück.. erste Regentropfen beenden diesen herbstlichen Flugtag.

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