22.05.17 Tegelberg

Stefan kommt gegen 11 Uhr vorbei, nach langer Zeit haben wir endlich mal wieder Gelegenheit gemeinsam fliegen zu gehen. Nach einem letzten Wettercheck entscheiden wir uns für den Tegelberg, wo wir uns kurzfristig auch noch mit Dirk verabreden. Als wir an der Talstation ankommen stelle ich zu meinem großen Ärger fest, dass ich mein Instrumentenbrett zuhause habe liegen lassen. Also schnell zurück zum Auto gerannt und wenigstens das Solario geholt. Das geht ja schon mal schlecht los!

Oben angekommen sehen die Thermikverhältnisse erst noch mal zäh aus. Dirk, Stefan und ich haben uns für heute einen kleinen Streckenflug vorgenommen, wir planen zum Säuling zu fliegen, dann in die Trauchgauer, zurück zum Säuling, nochmal in die Trauchgauer und wieder heim. Wir starten recht schnell für einen ersten Versuch. Ich finde auch sofort einen Bart der mich über Gipfelkreuz bringt, ich warte bis Dirk startet und drehe gemeinsam mit ihm. Stefan tut sich heute mit dem Starten etwas schwerer und es dauert lange bis wir endlich gemeinsam in der Luft sind. Wir fliegen ab in Richtung Säuling, Dirk und ich nebeneinander und Stefan etwas tiefer hinter uns. Am Säuling selbst mache ich ein paar Meter Höhe, während Dirk sich umgehend wieder auf den Rückweg zum Westgrat macht. Als ich zurück zum Tegel fliege, sehe ich Stefan über Hohenschwangau absaufen, na so ein Pech! Etwas über Dirk komme ich am Westgrat an und gemeinsam drehen wir einen mäßigen Bart. Dirk findet es etwas zu bockig und fliegt ab Richtung Rohrkopf. Ich fliege hinterher, keine gute Entscheidung denn ich finde dort keinen Anschluss obwohl ich eigentlich mit guter Höhe dort ankomme. Ich versuche mein Glück nochmal am Jagdberg, aber auch da finde ich nichts Verwertbares. Also landen.. doof!

Am Landeplatz treffen wir Walter der gerade seinen „Rock“ hat trimmen lassen, nun lässt sich dieser so gut wie nicht mehr fliegen. Ganz schön frustrierend an so einem Tag. Ich biete ihm meinen Cyber TE an, er packt ihn aus und groundelt ein wenig, für einen Flug mit einem ihm unbekannten Schirm ist ihm die Thermik an diesem Tag aber zu heftig.

Stefan ist auch wieder am Tegel eingetroffen und wir fahren alle drei nochmal hoch für einen weiteren Versuch. Oben brettern die Böen durch dass ich mir das erstmal eine halbe Stunde lang anschaue. Als es dann ein wenig ruhiger wird, mache ich mich auch startklar. Nachdem mich gleich der erste Bart an/in die Basis gebeamt hat, merke ich, dass ich Skytracks24 nicht aktiviert habe. Nicht so lustig bei so thermischen Verhältnissen das Handy aus der Jacke zu kramen und die App zu aktivieren! Die anderen beiden habe ich aus den Augen verloren, ich fliege rüber zum Säuling und komme fast auf Gipfelhöhe an. Ich soare ein wenig auf und fliege zurück zum Westgrat, bei dem Wind ist es gar nicht so einfach über den Grat rüber zu kommen, um voll beschleunigt zu fliegen habe ich so knapp über dem Grat zuviel Schiss.. also mit Geduld 🙂

Am Grat geht es gleich wieder nach oben und ich mache mich auf den Weg nach Buching. Die Thermiken stehen dicht beeinander und ich komme mit viel Höhe bei den Trauchgauern an. Dort sehe ich Dirk der gerade in einem Monsterbart Höhe macht, als ich ein paar Minuten später dort eintreffe, ist von Steigen nicht mehr die Rede. Ich fliege noch ein Stück weiter in die Trauchgauer und setze dann die nächste Wende. In Buching habe ich nicht mehr sehr viel Höhe, aber auf dem ganzen restlichen Heimweg piepst das Vario lustig vor sich hin, hier geht’s wirklich überall nur rauf! Leider piepst nicht nur das Vario sondern auch mein Handy mit der Batteriewarnung des Skytrackers24.. jetzt heißt es entweder landen oder den Track vergessen. Angesichts der fortgeschrittenen Zeit und meiner Verpflichtung das Abendessen noch vorzubereiten, entscheide ich mich zu landen.. dabei wäre an dem Tag echt noch viel mehr drin gewesen.

Toller Flugtag!

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17.05.17 Rodeneck

Diese Woche bin ich mit A-Schein-Schülern und Thermik Technikern der Paragliding Academy zur Schulung in Rodeneck. Während ich fleißig fertige und angehende Piloten auf den Berg shuttle, wünsche ich mir dann doch, dass ich doch noch Gelegenheit für einen kleinen Flug bekomme. Mein Moment kommt am Mittwoch nachdem die Startbedingungen für die A-Schein-Schüler zu anspruchsvoll werden und wir mit den Thermik-Technikern nochmal hoch fahren.

Der Wind am Startplatz steht wunderbar an und auch der erste Thermikbart in diesem für mich neuen Fluggelände ist schnell gefunden. Wie schön, sich diese Landschaft zur Abwechslung mal von oben anzuschauen. Leider nimmt der Wind immer mehr zu, als ich sehe dass Christo sich zum Landeplatz begibt und auch die anderen Thermik-Techniker zum Landen gehen, fliege ich auch raus in Richtung Landeplatz. Über dem Landeplatz allerdings, geht es nur aufwärts. Ich spirale ein wenig vor mich hin und baue den Rest der Höhe mit angelegten großen Ohren ab. Trotzdem habe ich bisweilen noch Steigen, aber letztendlich gewinne ich doch den Kampf 🙂

Eine schöne Landung und ein Lächeln im Gesicht, hat das Spaß gemacht!

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12.05.17 Tegelberg

Heute möchte ich meinen Eltern einen kleinen Gefallen tun, sie bekommen Besuch von ihren französischen Freunden und möchten gerne mal zeigen, was die Tochter so in der Luft anstellt, nicht jeder kann sich etwas unter dem Begriff „Gleitschirmfliegen“ vorstellen.

Also versuche ich ein bisschen die Startplatzatmosphäre einzufangen und filme mich ein bisschen beim Fliegen. Leider leidet das Fliegen ein wenig unter der Filmerei so dass ich trotz der Bombenverhältnisse schon nach recht kurzer Zeit wieder am Boden stehe. Aber das macht nichts, versprochen ist schließlich versprochen.. aber seht selbst.

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10.05.17 Tegelberg

Endlich wieder Sonnenschein und bevor morgen der Föhnsturm kommt noch Gelegenheit für einen kleinen Flug. Ich bin zunächst skeptisch da der Windanzeiger vom Tegelberg dauerhaft Südwind anzeigt. Dirk überredet mich trotzdem zu einem Versuch und so treffen wir uns um halb zwei an der Talstation. Die Gondel ist schon gut gefüllt mit bekannten Gesichtern, oben schult Joe mit der Flugschule Tegelberg. Der Teppich am Startplatz liegt noch voll mit aufgeweichtem Schneemodder.. aber dank des besonderen Einsatzes einiger starker Jungs ist der Teppich in Nullkommanix wieder grün und trocknet dann in der Sonne erstaunlich schnell ab, so dass wir die Schirme auf trockenem, sauberen Untergrund auslegen können, was für ein Luxus!

Vom Startplatz aus ist die Inversion schon gut zu erkennen, große Höhen scheinen leider nicht möglich zu sein. Als sich die ersten etwas halten können, machen Dirk und ich uns auch fertig. Auch der Startwind bläst wunderschön von vorne so dass der Start ein Kinderspiel ist. Die Thermik steht an den üblichen Stellen, aber allzu hoch geht es halt nicht. Dirk fliegt ab in Richtung Säuling, mit der Abflughöhe glaube ich nicht, dass er dort Anschluss finden wird, ich entscheide mich, lieber zum Schönleitenschrofen zu surfen.

Heute sind unheimlich viele Segelflieger in der Luft – ich glaube so viele hab ich noch nie am Tegel gesehen, mir sind die ganz schön unheimlich, schlecht zu erkennen, superschnell und superaua falls es zu einer Kollision kommen sollte. Wo die kurbeln, verabschiede ich mich lieber. Am Schönleitenschrofen finde ich einen heftigen Bart, als der mich ausspuckt muss ich ganz schön tief in die Bremse greifen um den Swift über mir zu halten, aber alles geht gut. Groß was mit Fotografieren ist bei dieser Wetterlage nicht!

Ich fliege wieder zum Brandnerschrofen und schaffe es knapp das Gipfelkreuz zu überhöhen. Ich wage jetzt doch den Sprung zum Säuling, aber wie befürchtet komme ich zu tief an und finde keinen Anschluss, also wieder zurück zum Tegel und dann auch gleich zur Landung. Etwas zäh heute, aber insgesamt doch schön mal wieder ein bisschen „richtig“ geflogen zu sein.

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05.05.17 Buchenberg

Auch wenn es am Morgen noch regnet, stehen die Zeichen heute auf „gutes Flugwetter“. Ich bin gegen 11:00 Uhr am Buchenberg wo schon fleißig geschult wird. Noch ist es trotzdem übersichtlich am Startplatz und ich komme schnell raus um meine Übungen zu fliegen. Nachdem ich gelandet bin, unterhalte ich mich ein wenig mit Ralf von der 1. DAeC. Er hat einen AirCross UPrime2 zum testen da und fragt ob ich ihn mal fliegen will. Na klar will ich, viel schlechter als der Cyber kann der schließlich auch nicht fliegen. Ich nehme den UPrime mit hoch und freue mich schonmal über gute Starteigenschaften. Als ich aber meine schnelle 8ten fliegen will, ist der UPrime ganz schön ernüchternd. Von Dynamik keine Spur, obwohl ich den Schirm vor der 8 deutlich anbremse und dann in die Kurve kicken will passiert nicht viel. Eine Enttäuschung. Ganz besonders merkwürdig finde ich die Bremsaufhängung, in der Mitte der Hinterkante fliegt der Schirm schon fast vorangebremst, während an den Flügelenden die Bremsspinne sich weit nach hinten aufbläht, jede Kurve beginnt entsprechend erst einmal mit einer Verlangsamung der Flügelmitte.. der Sinn erschließt sich mir nicht so ganz. Beim Landen eher unauffällig, richtig flairen konnte ich den UPrime nicht.

Ich lasse den Schirm am Landeplatz und nehme stattdessen wieder den Cyber mit hoch mit dem ich einen weiteren Trainingsflug absolviere. Als ich wieder hoch komme, bietet Joe von der Flugschule Tegelberg mir an, seinen Alpina2 mal zu fliegen, natürlich will ich!!

Der Alpina ist ein Traum. Der Steuerdruck ein wenig härter und auch die Kappe nicht ganz so eine Quasselstrippe wie der Swift. Die Bremsen natürlich viel direkter aber nicht unangenehm. Das Kurbeln ist ein Vergnügen auch wenn ich meistens denke dass der Swift da auch mithalten könnte. Der große Unterschied offenbart sich aber als ich den Beschleuniger mal voll durchtrete um einen kleinen Abstecher Richtung Trauchgauer zu machen. Superstabil, superruhig aber richtig ordentlicher Geschwindigkeitszuwachs. War richtig schade den wieder zurück zu geben. Vielleicht kann ich ja einen günstigen Gebrauchten schießen wenn im Herbst der Alpina3 raus kommt 🙂

Zum Abschluss des Tages fliege ich nochmal eine Runde mit dem Cyber. Ich freue mich diebisch als ich mit Sitzgurt und der alten Gurke einen Phantom mit Wettkampfgurtzeug auskurbele. Wäre noch ewig so weitergegangen, aber um pünktlich zum Feierabend meiner besseren Hälfte daheim zu sein, musste ich dann doch irgendwann runter.

Was für ein schöner, runder Flugtag mit vielen lieben Freunden!

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04.05.17 Buchenberg

Hah, die für heute angesagte Front lässt sich ein wenig Zeit, was mir und anderen Piloten die Gelegenheit für einen schnellen Flugvormittag gibt. Der Tegel steckt in den Wolken und so bleibt nur mehr der Buchenberg. Das Wetter schaut nicht sehr einladend aus, überall bauen sich schon dunkle Wolken auf, aber für ein paar Stunden hält es noch.

Ich bin wieder mit dem Cyber unterwegs und übe meine schnelle 8ten. Mittlerweile lerne ich den Cyber immer besser kennen und kann seine Dynamik (bzw. seine fehlende Dynamik) besser steuern. Joe von der Flugschule Aktiv gibt mir noch ein paar hilfreiche Tipps, danke dafür!

Für den zweiten Flug erklärt sich Ralf von der 1.DAeC bereit sich meine 8ten mal von unten anzuschauen, leider kommt es nicht mehr dazu. Während die Schüler zusammen packen, komme ich zwar noch raus, aber es fängt unmittelbar nach meinem Start ordentlich an zu regnen. Ich verpasse dem Cyber einen Satz große Ohren und fliege beschleunigt raus Richtung Landeplatz. Der Schirm produziert so wirklich schöne Sinkwerte, lässt sich aber noch schön steuern. Ich fliege mit angelegten Ohren bis in den Queranflug und lande dann genau auf dem Landepunkt, auch das Peilen mit dem Cyber wird jetzt einfacher!

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03.05.17 Buchenberg

Am Tegelberg scheint perfekter Startwind zu herrschen, was nutzt es jedoch wenn der Startplatz im dichten Nebel hängt. Eigentlich hatte ich den Tag für’s Fliegen schon abgeschrieben, um ganz sicher zu gehen fahre ich doch noch mal raus zum Buchenberg. Dort wird geschult auch wenn hin und wieder ein Tröpfchen vom Himmel fällt. Im Sessellift ist es unangenehm kühl und ich bin froh dass am Startplatz trotz zwei anwesender Schulen nicht viel los ist. Ich komme schnell raus und fliege meine Übungsmanöver.

Gerald ist auch da und freut sich mit mir dass doch noch ein Flug heute drin ist. Er fährt nächste Woche nach Bassano und verbringt davor noch eine Urlaubswoche im Allgäu.

Ich fahre nochmal hoch und komme gerade noch rechtzeitig raus, es regnet bereits im Flug leicht und nach mir kommen nicht mehr viele Piloten nach. Schnell das Zeugs im Schnellpacksack verstaut und ab ins Auto. Zwei Trainingsflüge an diesem doch so grauen Tag, das passt!

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02.05.17 Buchenberg

Heute bin ich mit dem Icaro Cyber TE am Buchenberg um Starts und schnelle 8ten zu üben. Da am Tegel der Wind aus Süd bläst, trifft man so ziemlich die komplette Gemeinde am Startplatz. Zu meiner Überraschung geht es sogar thermisch recht gut, blöd nur, dass ich mit T-Shirt unter Daunenjäckchen und Sommerhandschuhen für große Höhen nicht ausgerüstet bin. Ich begnüge mich mit ein wenig Soaren und widme mich dann den 8ten mit denen ich eigentlich ganz zufrieden bin.

Als ich beim zweiten Flug im Landeanflug bin, steht der Rettungswagen auf dem Landeplatz. Ein Schüler hatte eine harte Landung und hat sich das Bein gebrochen – auf diesem Weg wünsche ich recht herzlich gute Besserung! Ich selbst lasse mich von einem lustig hin- und her-wechselnden Windsack in die Irre führen und lande mit ordentlich Rückenwind ein, zum Glück macht der Cyber das anstandslos mit, braver Schirm.

Mit drei Flügen bin ich für heute recht zufrieden bevor die nächste Front durchzieht.

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29.04.17 Moosheim

In der letzten Woche fand der praktische Teil der Fluglehrerassistentenausbildung in Moosheim bei Gröbming statt. Die Ausbildungswoche beim Skyclub Austria war einfach nur super.

Viel gelernt und vor allem die Erkenntnis dass ich an manchen Manövern noch arbeiten muss. Nichtsdestrotrotz darf ich mich jetzt offiziell Fluglehrerassistent nennen!

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Paragliding Academy Kombikurs 5_2017

Kombikurs_05 from Alex Rex on Vimeo.

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28.03.17 Neunerköpfle

Für heute bin ich mit Stefan am Neunerköpfle verabredet. Im Gepäck habe ich heute den SOL Sycross One S der endlich einmal probegeflogen werden will. Uli ist auch mit dabei und mit vier Schirmen und drei Piloten wird es ganz schön eng in meinem kleinen Auto! Als wir kurz vor Mittag am Neuner ankommen ist dort schon allerhand los, es wird geschult und dazu gesellen sich noch jede Menge Freiflieger. Kein Wunder, da die meisten anderen Bahnen der Region wegen Revision geschlossen sind!

Noch mehr bekannte Gesichter gesellen sich zu uns, es wird richtig heimelig..

Ich möchte jetzt aber schnell in die Luft, hole den Sycross aus dem Sack und mache mich startklar. Der Wind dreht immer mal wieder, aber ich erwische einen guten Moment und Schwups ist der Sycross auch schon in der Luft, ein ausgesprochen williger Starter! Es bockt ganz schön heute, ein wenig kurbele ich herum, versuche ein paar Wingover die nicht sehr dynamisch ausfallen und fliege dann raus ins Tal um zu sehen wie sich der Sycross beim Landen verhält. Und er verhält sich absolut konform, flaired schön aus und setzt mich sanft ab, das macht ja schon mal Lust auf mehr.

Noch mehr bekannte Gesichter tauchen auf, Uli landet und gemeinsam fahren wir alle nochmal nach oben. Inzwischen ist es ganz schön leer geworden am Startplatz, in aller Ruhe kann ich den Schirm ausbreiten und mich fertig machen. Ein leichter Zug und schon steigt der Sycross ohne Ausbrechtendenzen über mich und hebt mich in die Luft. Die Thermik ist jetzt deutlich zuverlässiger und schnell beamt es mich auf 2300. Ich fliege ab in Richtung Krinnenspitze doch dort ist heute außer einer spektakulären Aussicht nichts zu holen. Ich kehre um Richtung Neuner, aber der starke Westwind macht mir zu schaffen! Schnell wird klar, dass ich es nicht zum Landeplatz schaffen werde. Leider wird es auch nichts mit dem von mir angepeilten Landeplatz, ganz knapp schaffe ich es nicht über die Bäume und muss dann sehr weit zurück fliegen um wieder in ein frei angeströmtes Feld zu kommen. Bei der Landung zeigt der Sycross trotz bockiger Verhältnisse seine unaufgeregte Art, sanft setzt er mich ab.

Unterwegs treffe ich Dirk, der ebenfalls außengelandet ist, auch Uli trifft den Landeplatz nicht ganz. Auf Stefan müssen wir noch ein Weilchen warten, denn der hat sich heute im Lechtal versenkt!

Danke Kontest für das Überlassen dieses schönen Testschirms!

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25.03.17 Bischlingshöhe

Zweiter Wettbewerbstag der NCC in Werfenweng. Das Wetter sieht heute deutlich freundlicher aus, allerdings zeigen die Freiflieger Dummies, dass es noch nicht wirklich über Gipfelhöhe geht. Als die ersten Piloten 100m aufdrehen können, wird die Aufgabe des Tages ausgehängt. Auf dem Papier sieht das erst mal machbar aus, ich freue mich.

Ich reihe mich in die Startschlange am Oststart ein und versuche einen guten Slot für mich zu finden, das misslingt gründlich. Nach dem Start geht erstmal nicht viel, halber Kreis Steigen, halber Kreis Sinken. Eine Geduldsaufgabe. Bevor ich mich auf der Ostseite der Bischlingshöhe versenke, wechsle ich auf die Westseite. Die Leethermik ist leider nicht so schön wie gestern, gemeinsam mit Johannes (der an dem Tag übrigens 4. und insgesamt 2. wird! Glückwunsch!) versuche ich aufzudrehen. Johannes macht das deutlich besser, während er sich langsam hoch kämpft, saufe ich immer weiter ab. Es hilft nichts, ich mache einfach keine signifikante Höhe und als ich schließlich unter die Inversion im Tal sinke ist der Ofen komplett aus. Rund 10 Minuten bevor das Rennen überhaupt gestartet wird, stehe ich am Boden!

Kleiner Trost, ich bin nicht alleine am Landeplatz. Also das Beste draus machen, Eis essen gehen, die Sonne genießen und auf bessere Tage hoffen!

Der dritte Wettbewerbstag musste leider aufgrund der schlechten Windvorhersagen gecancelled werden.. mit der großen Masse an Piloten auf dem 60. Platz gelandet..

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24.03.17 Bischlingshöhe

Heute ist der erste Wettbewerbstag der Newcomer Challenge in Werfenweng. Ich treffe mit Verspätung in Werfenweng ein, aber anscheinend habe ich nichts verpasst. An der Talstation warten rund 100 Piloten schon seit einer Stunde auf das Organisationskommitee, das mit der Organisation hat im letzten Jahr irgendwie besser gefunzt. Als der Einschreibeprozess endlich beginnt, ist dieser mehr als zäh, es dauert fast zwei Stunden bis alle Piloten endlich registriert sind. Im Betriebsgebäude der Bahn sind zwar ein paar Bänke aufgebaut, aber es ist lausig kalt! Also wird der Rest der Theorie mehr oder weniger kurz gehalten und wir fahren stattdessen lieber erst einmal auf den Berg.

Das Warten auf bessere Bedingungen ist ebenfalls zäh, schließlich wird ein Elapsed Time Task über 15km ausgeschrieben. Wir starten diesmal gegen Ost und ich habe sofort gutes Steigen und reihe mich in die Traube ein. Dann ist das Steigen plötzlich weg und alle beginnen auf der Ostseite zu soaren.. was für ein Chaos. Pulk-Thermik-Fliegen ist ja schön und gut, aber Soaren?! Jeder dreht wann und wohin er möchte, gerne auch mal ohne Schulterblick oder auch ohne Blick in die Flugrichtung. Außerdem ist es gar nicht so einfach nach rechts auszuweichen, wenn rechts neben dem Stabilo schon ein anderer Gleitschirm fliegt. Mir ist das alles zuviel, ich fliege um den Gipfel herum und versuche mich an der Leethermik. Das funktioniert erstaunlich gut und ich mache mehr Höhe als die Jungs und Mädels auf der anderen Seite des Berges. Als das Steigen zäh wird entscheide ich mich dann doch loszufliegen, die Bedingungen schauen nicht so aus als würden sie noch besser werden, eher im Gegenteil. Ich mache mich also auf Richtung erstem Wendepunkt, erreiche diesen und drehe nach Rechts um den nächsten in’s Visier zu nehmen. Während der ganzen Strecke gibt mein Vario keinen Mucks.. Thermik ist aus. Ich versuche mich noch an den Grat zu retten um dort aufzusoaren, aber vergeblich, auch am Berg geht gar nichts. Immerhin schaffe ich es noch bequem zurück zum Landeplatz, der sich schnell füllt. Die meisten anderen Piloten dümpeln bis zum endgültigen Absaufen am Berg.

Platz 27 für den ersten Tag gar nicht mal so schlecht.. aber so ein richtig guter Wettbewerbstag sieht anders aus!

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20.03.17 Neunerköpfle

Am Vormittag laufe ich noch mal schnell mit dem Hundi zum Rohrkopf hoch. Unterwegs fragt Dirk per Whatsapp ob ich mit zum Neuner komme. Aufgrund der von Austrocontrol vorhergesagten Windgeschwindigkeiten hatte ich den Tag als Flugtag eigentlich abgeschrieben, aber manchmal wird man ja doch positiv überrascht. Am Tegel pustet es Mittags noch mit 20km/h aus Süd, am Neuner herrscht ein frischer, aber fliegbarer Wind aus West, also auf Richtung Tannheimer Tal!

Als ich um kurz nach zwei dort eintreffe bin ich ALLEIN am Startplatz! Das passiert am Neuner nun wirklich nicht oft! Ich mache mich schnell startklar, Hans trudelt mit seinem Tala light ein. Ich starte und finde gleich was Kurbelbares was mich über Gipfelhöhe bringt. Eine rechte Freude ist das Fliegen heute allerdings nicht. Vom Wind sind die Thermiken ganz schön zerrissen und bisweilen bockt es sogar ein bisschen. Ich sehe wie Hans in Richtung Vilser Alpsee abfliegt und dort von einem Monsteraufwind in die Höhe gebeamt wird. Ich fliege hinterher, aber als ich dort ankomme ist dort rein gar nichts.. also wieder zurück. Ein wenig soare ich noch mehr oder weniger unmotiviert hin und her, immerhin ist es heute sowas von leer! Recht schnell verliere ich die Lust und fliege einfach das Tal hinunter Richtung Zöblen. Interessanterweise trägt es dort sogar ein bisschen und so reize ich es ein wenig aus.

Als das Vario noch 1250m zeigt drehe ich um und denke, dass ich mich vielleicht ein bisschen verpeilt habe, bis zum Landeplatz ist es weiter als gedacht. In direkter Linie fliege ich nun mit ordentlich Rückenwind in Richtung Landeplatz und es reicht gerade so noch!

Es gibt angenehmere Flugtage, aber manchmal muss man auch durch ein wenig Gebocke!

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16.03.17 Neunerköpfle

Was für ein Tag! Ich bin mit Dirk für Mittags am Neunerköpfle verabredet, für heute sind ideale Flugbedingungen vorhergesagt, ich bin nicht weiter verwundert dass es am Startplatz so ausschaut als wäre Wochenende!

Nicolas, Walter und Steffen sind auch da, gemeinsam machen wir uns kurz nach Eintreffen startbereit. Im ersten Versuch komme ich nicht raus, danke nochmal an die netten Helfer die mir den Schirm wieder schön hinlegen. Im zweiten Versuch klappt alles und ich reihe mich in die erste kleine Schirmwolke ein. Ganz schön viel Verkehr hier und wie so oft am Neuner ist die Befolgung der Vorflugregeln schwierig.. wenn man zu einem Bart kommt in dem alle lustig in alle Richtungen drehen, was dann? Antwort: Weiterfliegen!

Über dem Gipfelkreuz ist viel weniger los und die Thermik trägt mich auf 2500, ich beschließe mich nicht lange aufzuhalten und fliege ab in Richtung Krinnenspitze. Dort bin ich ganz allein und lasse mich von einem wunderbar weichen, großen Bart auf über 3000m tragen, ich glaub ich träume!

Weiter geht’s Richtung Gaichtspitze, von dort weiter zur Schneid und dann wieder links abgebogen Richtung Kellenspitze. Über der Kellenspitze erwische ich wieder einen Bombenbart, der trägt mich diesmal sogar auf 3100m, unglaublich!!

Ich lasse mich abgleiten über das Füssener Jöchle bis über den Aggensteingipfel, einfach traumhaft!

Mit immer noch sehr komfortabler Höhe geht es in den Endanflug, vorbei am Einstein, noch ein paar Streckenkilometer gutgeschrieben bevor es zurück geht zum Landeplatz. Dort hat der Wind deutlich aufgefrischt. Ich treffe nochmal Knut von vorgestern, der wieder zweifelt ob die Bedingungen für ihn passen. Mein Flugtag war so wunderschön, da reichen die Eindrücke auch ohne einen zweiten Flug über das zu erwartende verregnete Wochenende.

Leute, so darf das Jahr weitergehen!!

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