Safety Camp – April 2014

Wettertechnisch stand das Safety Camp am Gardasee von Anfang an unter keinem guten Stern. Die Jungs und Mädels der Paragliding Academy haben wirklich alles versucht um uns alle noch so viele Flüge wie möglich zu ermöglichen. Das Training wurde zunächst einmal für zwei Tage nach hinten verschoben da das Wochenende komplett unfliegbar war. Der Montag war auch komplett verregnet, was aber in Ordnung war, da wir sowieso erst Theorie, K-Prüfung usw. gemacht haben. Diesmal ging meine Rettung übrigens ohne Probleme raus!

Am nächsten Tag sind wir alle voller Hoffnung zum Gipfel des Monte Baldo hoch gefahren – wie hat das da gekachelt! Erstmal haben wir uns ein einigermaßen windgeschütztes Plätzchen gesucht und haben ein paar Stunden darauf gewartet dass der Wind nachlässt. Zwischendurch sah es ganz gut aus, ein paar Piloten sind raus gekommen, dann hat es wieder angefangen zu regnen. Immer wieder Regen, Wind, Pause, Auspacken, Einpacken. Auf Dauer kann das auch ganz schön anstrengend sein. Ich hab schon nicht mehr an einen Flug geglaubt als ich dann doch noch spät am Nachmittag rauskonnte. Da dies mein erster SiKu war, haben wir mit dem „Standard-Anfängerprogramm“ begonnen. Große Ohren und dann Aufschaukeln. Erstaunlich wie leicht man den Schirm so auf die Nase bringt und wieviel Höhe dabei pulverisiert wird – ich glaub in der Praxis das Abstiegsmanöver der Wahl. Dann hab ich mich noch an einigen Klappern versucht, aber mit meinen Spatzenärmchen hab ich die blöden Leinen einfach nicht runterbekommen – ich hab’s nur geschafft, wenn ich meine zweite Hand zur Hilfe genommen hab. Blöd beim Frontklapper.. ich muss trainieren! Bei der Landung setze ich mich dann auch noch auf den Hosenboden, was für ein verkorkster Flug!

Der 2. und leider auch schon letzte Trainingstag begann mit langer (2h) Wartezeit an der Gondel – blöder Feiertag und so viele Touristen, was wollen die alle da oben. Am Berg war noch mehr Geduld gefragt, Wind, Regen, Wind, Regen und dann bin ich dann doch rausgekommen. Mit ordentlich Höhe kam ich im Übungsraum an und hab das für mich mit großem Respekt behaftete Manöver „Spiralen“ eingeleitet. Ein zwei Umdrehungen und dann hab ich gespürt wie mein Ion brav auf feinste Steuerimpulse reagierte. Rein in die Spirale, raus aus der Spirale, alles ganz einfach und bei weitem nicht so schrecklich wie ich mir das vorgestellt habe. Dann noch ein paar Klapper und dann sicher gelandet. Unten kam ein Einsammelkomando auf mich zugerollt, 4 Piloten, die meinen Schirm zusammenschmeißen, mein Gurtzeug nehmen und zurück zum Bus rennen damit wir alle nochmal hoch kommen.

Oben angekommen mussten wir nochmal lange warten, Rückenwind. Ein paar sind rausgekommen, ich allerdings nicht. Die letzten Piloten mussten dann noch bis zum Ende des Grates auf die Ostseite wechseln. Dann ging es aber sicher raus. Mein letzter Flug war mein schönster, aber seht selbst:

Wieder bin ich gelungen gelandet, bevor ich mein Zeug zusammenpacken konnte, musste ich mich aber erstmal ins kühle Gras legen. Selten bin ich im Leben so fertig gewesen wie nach diesem Flug!

Leider war das Wetter in den nächsten Tagen wieder so schlecht, dass keine weiteren Flüge möglich waren. Trotzdem eine tolle Erfahrung bei der ich viel gelernt habe. Jetzt heißt es üben, üben, üben und nächstes Jahr wiederkommen!

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