Runterflieger

09.07.18 Tegelberg / Buchenberg

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Für heute war starke Thermik bei sehr wenig Westwind vorhergesagt. Ich fantasiere von Streckenrekorden im Lechtal, aber Dirk ist der Meinung, dass es dort jetzt nicht mehr gehen wird. Ok, ich gebe nach und wir verabreden uns mittags am Tegelberg. Es ist wenig Andrang und wir können recht bald starten.

Direkt nach dem Start geht’s erstmal in einem Monsterbart recht ruppig bis auf 2300, ich fliege ab Richtung Säuling und komme mehr als hoch an!

Ich bin so hoch, dass ich glaube, die Wolke südlich des Tegelberggipfels erreichen zu können und mir den Umweg über den Westgrat sparen zu können. Böser Fehler! Als ich begreife, dass ich das nicht schaffen werde, stecke ich schon mitten drin in der Bredouille. Ich fliege an der Südseite des Westgrats vor, bis ich über der Pöllat voll in der Düse stehe. Ich trete den Beschleuniger erst halb, dann volle Suppe, Rolle auf Rolle. Mein Vario zeigt noch 8 km/h Vorwärtsfahrt, na prima! Im nächsten Moment fange ich mir einen 50% Klapper ein, jetzt geht mir richtig die Düse. Aber es hilft nichts, ich muss im Beschleuniger bleiben oder kann mich gleich mal nach einem Landeplatz in der Pöllat umschauen. Mann bin ich froh, als ich endlich um den Grat rum bin und wieder signifikante Vorwärtsfahrt habe!

Am Westgrat treffe ich Dirk und gemeinsam machen wir ein paar Höhenmeter. Dirk fliegt deutlich tiefer als ich Richtung Rohrkopf und hat reichlich Sinken, auch ich komme alles andere als hoch am Rohrkopf an. Viel Thermik ist hier nicht und das was ich finde, ist reichlich zerrissen. Ich hab inzwischen auch ziemlich die Nase voll, meine Kurbelversuche an der Hornburg sind recht halbherzig und schließlich fliege ich zum Landeplatz, wo ich noch mehr Fliegerkollegen treffe, die mit den heutigen Bedingungen gekämpft haben.

Mir ist jetzt nach etwas Gemütlichem, eine ruhige Soaringeinheit am Buchenberg, also wechsele ich mal die Location.

Am Buchenberg ist nicht viel los, die Fischer Schule hat schon Feierabend gemacht, die meisten Schirme saufen ab. Zum Soaren gibt es tatsächlich nicht viel, aber an einigen Stellen kann man die Thermik geduldig ausfliegen und sich halten.

Es ist ganz nett, nach der Bockerei am Tegel so eine ruhige Kugel zu schieben. Als ich dann mal die 1300 überfliege, wird es wieder deutlich windiger und unruhiger. Ich fliege raus um meine Höhe abzubauen und kehre zu spät um, ich komme zu tief und saufe ab.

Ein Fliegerkollege ist übrigens im Lechtal heute 66km geflogen!

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