Runterflieger

22.03.18 Neunerköpfle

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Der Winter hält das Allgäu weiterhin fest umklammert. In den letzten Tagen ist jede Menge Schnee gefallen, begleitet von viel Wind und niedrigen Basishöhen so dass an Fliegen so gut wie nicht zu denken war. Heute sollte sich aber zumindest in der ersten Tageshälfte ein Gut-Wetter-Fenster auftun und so sind Dirk, Uli und ich schon um 11:30 am Neuerköpfle eingetroffen. Der Wind stand so schön am Startplatz an wie schon lange nicht mehr, also nichts wie raus.

Da ich über der Skipiste niemanden sehen kann, der auch nur die leisteste Thermik findet, entscheide ich mich, gleich mal auf die andere Talseite Richtung Schnurschrofen zu queren. Dort allerdings, ist bis auf gelegentliche Lupfer nichts zu spüren, es hat einfach schon zu sehr abgeschattet. Ich fliege recht spät in Richtung Landeplatz und bin froh, dass ich nicht irgendwo vor Tannheim außenlanden muss.

Uli ist auch schon gelandet und wir packen schnell zusammen um noch mal hoch zu fahren. Immer noch perfekte Startverhältnisse. Beim Hochfahren fällt uns ein Sigma 10 auf, der sich schon ein Weilchen in der Thermik halten kann.

Jetzt startet auch Dirk und zu dritt können wir uns jetzt halten. Je länger es geht, umso einfacher wird es, die kleinen, zerissenen Bärte auszukurbeln. Irgendwann geht es dann gefühlt überall, wenn auch nicht sehr hoch. Wenn es nur nicht so ausgesprochen SAUkalt wäre! Meine Füße sind Eisklumpen, meine Finger schmerzen, meine Nase ist zutiefst eingeschnappt.. nach annähernd einer Stunde hab ich genug und fliege raus um meine Höhe abzubauen.

Offensichtlich geht es nicht nur mir alleine so, entsprechend leert sich jetzt dann doch der Himmel. Uli landet und nach ein paar weiteren Minuten hat auch Dirk genug von der Eiseskälte.

Letztendlich sind wir dann aber doch alle zufrieden mit dem Tag. Ganz so toll wie vorhergesagt war’s zwar nicht, aber bei dem Wetter in den letzten Wochen wird man ganz schön bescheiden.

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