Runterflieger

02.02.18 Neunerköpfle

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Der Wettergott hat für heute eigentlich schwachen Nordwest Wind prognostiziert. Um 11 dreht am Tegel der Wind von S auf W, allerdings ziehen Wolken auf, die den Start streckenweise blockieren. Am Neuner weht der Wind wie fast immer in den letzten Wochen aus SW, also entscheide ich mich dann doch für’s Tannheimer Tal.

Als ich gegen halb eins am Parkplatz eintreffe, ist von Fliegern weit und breit nichts zu sehen. Ich fahre hoch und finde geradezu unheimlich perfekte Startbedingungen vor. Frischer Wind aus SW und ein superduperschöner, frisch beschneiter und mit der Pistenraupe präparierter Startplatz. Ganz alleine mache ich mich startklar bis dann doch noch Walter kurz vor meinem Start eintrifft. Wir zwei haben den Berg ganz für uns alleine und heute geht es sogar thermisch! Was für ein Mist, dass ich meine superwarmen Fäustlinge im Auto habe liegen lassen, schon nach einer Viertelstunde kann ich meine Fingerspitzen nicht mehr spüren.

Eigentlich steigt es fast überall an den üblichen Thermikquellen, zwar nicht viel, ab und zu macht die Thermik auch mal eine kleine Pause, aber mit dem Alpina lässt sich das alles wunderbar aussitzen bis die Bartmaschine wieder loslegt. Die Aussicht ist grandios und diesmal kann ich die Eindrücke auch bis ins Letzte genießen, weil ich mich auf keine anderen Piloten konzentrieren muss, sondern einfach so fliege wie ich grad lustig bin. Toll!

Nach fast einer Stunde halte ich die Kälte aber nicht mehr aus und muss runter. Nach der Landung werden die Schmerzen in den Fingerspitzen fast unerträglich, es dauert mehrere Minuten bis die Schmerzen langsam nachlassen.

Schnell zusammengepackt und nochmal hoch. Ein Pilot startet als wir mit der Gondel hochfahren, säuft aber recht schnell ab. Am Startplatz sind Walter und ich wieder allein, der Wind ist immer noch fast perfekt und das Starten ein Kinderspiel. Diesmal ist die Thermik ein wenig zäher. Eine Zeitlang drehen Walter und ich gemeinsam an der Hubertushütte, bis der Pi2 immer weiter langsam an Höhe verliert. Den Alpina kann ich entspannt in dem Nullschieber parken und warten, bis die Thermik wieder anspringt. Ganz langsam klettert die Höhenanzeige bis ich fast wieder Startplatzniveau erreiche. Ich sehe Knut starten und kurbele ein Weilchen gemeinsam mit ihm, jetzt sind auch noch vier oder fünf andere Piloten in der Luft. Jetzt so langsam halte ich die Kälte definitiv nicht mehr aus, ich fliege die Höhe über dem Tal ab und treffe Knut wieder im Queranflug wo er mir schön aufmerksam ausreichend Platz lässt so dass wir beide sicher landen können.

Fazit des Tages, was für ein supergeiler Flügel (#lovemyalpina3) und es gibt keine warmen Klamotten! What a day!

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