10.01.18 Neunerköpfle

Drei Wochen Flugpause.. dauerhaft mieses Wetter, Föhn, Orkan und natürlich die Feiertage! Aber auch die längste Doofwetterphase nimmt einmal ein Ende und so hat uns heute endlich mal wieder der Wettergott zugelächelt!

Mit Vera und Kurt treffe ich mich um halb 12 am Neuner, es sind schon einzelne Flieger in der Luft, aber viel scheint noch nicht zu gehen. Die größte Herausforderung wartet auf uns am Startplatz. Dort ist der Schnee zu einer durchgängigen, steinharten Blankeisfläche gefroren. Zum Glück habe ich meine Speedcross-Spike-Schuhe dabei, aber selbst damit bin ich vor Stürzen nicht gefeit.

Danke nochmal an Walter, der meinen Schirm festhält, damit ich zumindest meine Leinen sortieren kann. Der Wind kommt leicht von hinten, aber schließlich kommt dann doch meine Nullphase in der ich rauskomme.

Ahh.. endlich wieder in der Luft, was für ein Hochgefühl! Thermisch tut sich leider gar nichts, ein paar kleine Nullschieber und ein paar Minuten später stehe ich schon wieder am Boden. Vera landet kurz nach mir, während Kurt am Startplatz wohl noch auf besseren Wind warten muss.

Wir packen zusammen und fahren nochmal hinauf. Inzwischen scheinen sich die meisten Piloten in der schwachen Thermik halten zu können. Als ich mich fertig mache, kommt der verrückte Felix mit Skiern und seiner Mirage.. mir wird da ja schon vom Zuschauen ganz schummrig, aber ihm machts wohl Spaß und er macht das offensichtlich ganz gut.

Ich brauche beim zweiten Start zwei Anläufe, ein hilfsbereiter Pilot will mir beim erneuten Auslegen helfen, rutscht aber aus und landet halb auf meinem Schirm. Ich will ihm schon aufhelfen, aber er meint, ich solle ihn liegen lassen, er könne erst aufstehen wenn ich gestartet bin. Im zweiten Versuch komme ich trotz nicht so schön ausgelegtem Schirm gut raus. Jetzt endlich piepst auch mein Vario und ich kann mich in den schwachen Thermiken halten. Das Fliegen mit dem Icaro Cyber TE ist allerdings ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Da muss man ganz schön arbeiten, damit der Schirm endlich mal um die Ecke geht, an der Thermik scheint er abzuprallen und richtig nah ans Gelände traue ich mich mit der Gummiente auch nicht, weil ich fürchte, dass ich vor lauter Kurvensinken irgendwann im Baum hänge! Und trotzdem, ich genieße jede Flugminute in vollen Zügen!

Der Cyber will irgendwie auch nicht richtig flaren, aber setzt mich dann bei Nullwind doch noch einigermaßen ordentlich ab. Und ich freue mich wie eine Schneekönigin über diesen gelungenen Winterflugtag. Gemeinsam mit Vera und Kurt gehen wir noch auf eine heiße Schokolade und schließlich kommt auch noch Stefan, mit dem ich schon ewig nicht mehr fliegen war. Schöner Tag!

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